Britische Literatur
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Britische Literatur

Bild: Foto: Michael D Beckwith, CC0, via Wikimedia Commons

Welche britischen Schriftsteller sind besonders populär?

Der Dramatiker William Shakespeare (1564-1616) und der Romanschriftsteller Charles Dickens (1812-1870) sind nach wie vor zwei der weltweit populärsten und bekanntesten britischen Autoren. Shakespeare schrieb neben 35 uns bekannten Stücken noch 154 Sonette und spielte mitunter auch kleinere Rollen in seinen eigenen Dramen. Wir wissen zum Beispiel, dass er den Geist in Hamlet verkörpert hat. Zu seinen berühmtesten Stücken zählen u.a. Romeo und Julia, König Lear, Hamletund Der Mittsommernachtstraum.

Dickens begann seine schriftstellerische Karriere als Journalist, und alle seine Romane erschienen zunächst als Fortsetzungsgeschichten in Zeitschriften. Viele seiner Werke werfen ein Schlaglicht auf die in den sozialen Einrichtungen des 19. Jahrhunderts vorherrschende Ungerechtigkeit und die Ungleichheit von Reich und Arm. Zu seinen berühmtesten Werken zählen Oliver Twist, Ein Weihnachtsliedund David Copperfield.

Die Romane von Jane Austen (1775-1817) sind für die Genauigkeit der Beobachtung und ihre feine Ironie bekannt, aber auch für die Scharfsichtigkeit des Einblicks in das provinzielle Leben der bürgerlichen Mittelschicht am Anfang des 19. Jahrhunderts. Ihre Werke umfassen u.a. Emma, Stolz und Vorurteilund Vernunft und Gefühl- alle drei wurden unter dem Lob der Kritik für Film und Fernsehen bearbeitet.

Bei den Schwestern Brontë - Charlotte (1816-55), Emily (1818-48) und Anne (1820-49) - handelt es sich um drei hochbegabte Schriftstellerinnen aus dem 19. Jahrhundert, deren Werke heute als Klassiker gelten. Charlotte ist vor allem für ihren Roman Jane Eyrebekannt, während Emily Wutheringshöheverfasste. In beiden Romanen stehen starke, selbständige weibliche Hauptfiguren im Mittelpunkt.

Viele hervorragende Werke der modernen Prosaliteratur wurden mit dem Booker-Preis ausgezeichnet, der jedes Jahr für den besten in Großbritannien veröffentlichten Roman verliehen wird. Um in die Auswahl zu kommen, muss ein Roman von einem in Großbritannien, im Commonwealth oder in der Republik Irland wohnhaften Autor in englischer Sprache verfasst worden sein. 1999 wurde der Booker-Preis von J. M. Coetzee mit dem Roman Schandegewonnen.

Bernice Rubens ist eine zeitgenössische walisisch-jüdische Autorin, die in Cardiff aufwuchs. Sie hat für ihre Romane große Anerkennung geerntet. Der in Glasgow geborene James Kelman ist ein führender zeitgenössischer Schriftsteller aus Schottland, dessen Texte von den Rhythmen des Glasgower Dialekts durchzogen sind. Im Augenblick sind Kinder und Erwachsene gleichermaßen in den angehenden Magier Harry Potter vernarrt, die Schöpfung von J.K. Rowling.

Einer der bekanntesten englischen Dichter zeichnet sich dadurch aus, dass seine Werke seit seinem Tod immer wieder abgeschrieben, veröffentlicht, gelesen und ausgelegt worden sind. Dass er vor mehr als 600 Jahren lebte, ist nicht minder bemerkenswert. Es handelt sich um Geoffrey Chaucer (ca. 1345-1400). Sein bekanntestes Werk sind Die Canterbury-Erzählungen, eine Sammlung von Erzählungen, die von einer Gruppe von Pilgern auf dem Weg zum Schrein des Hl. Thomas Becket in Canterbury zum Besten gegeben werden. Chaucer ist in der Westminster Abbey beigesetzt.

Ein humoristischer zeitgenössischer Lyriker ist Benjamin Zephaniah, dessen Gedichte sich im Vorbeigehen mit den verschiedensten aktuellen Themen auseinandersetzen. Er ist vor allem für seine Livedarbietungen bekannt.

Der Londoner Lyriker Andrew Motion trat 1999 die Nachfolge von Ted Hughes als Hofdichter an. Der Hofdichter ist Mitglied des königlichen Haushalts, wird durch ein königliches Patent ernannt und hat die Pflicht, Oden zur Feier von Staatsanlässen zu verfassen. Das Amt geht auf die Zeit von König Jakob I. (1603-1625) zurück. Der romantische Dichter William Wordsworth (1770-1850) war von1843 bis 1850 Hofdichter.

Ein weiterer populärer zeitgenössischer Lyriker ist der aus Nordirland stammende Seamus Heaney. In seinem Frühwerk spiegeln sich das Leben und die Arbeit auf dem Lande in Nordirland wider - Beispiele finden sich in den Sammlungen Death of a Naturalist(1966) und Wintering Out(1972). Seine neue Übersetzung des Heldengedichtes Beowulf wurde 1999 mit dem Whitbread-Preis ausgezeichnet.

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