wissen.de: Am 4. Oktober 2010 sollen in London die endgültigen Ergebnisse der Volkszählung "Census of Marine Life" veröffentlicht werden. Was aber waren die Beweggründe und Erwartungen dieses Projektes?
Dr. Brigitte Ebbe: Die Weltmeere machen etwa 70% unseres Planeten aus und waren bisher relativ unerforscht im Vergleich zum Festland. Unser Ziel war es also, die Ozeane endlich ein Stück mehr zu erforschen, da sie für viele Lebewesen und auch für den Menschen von immenser Bedeutung sind. Sie haben beispielsweise Einfluss auf das Klima, das Wetter und die Artenvielfalt unseres Planeten.
wissen.de: Inwiefern waren deutsche Forschungsinstitute an der Planung und Umsetzung dieser "Meeresinventur" beteiligt?
Dr. Brigitte Ebbe: Die wichtigsten deutschen Partner des Census-Projektes sind wohl die Zoologische Sammlung München, die insbesondere antarktische Meeres-Weichtiere im Schelfbereich inventarisiert hat, sowie das Zentrum für marine Biodiversitätsforschung (DZMB) des Senckenberg Forschungsinstitutes, welches die Leitung der Tiefseeforschung inne hatte. Des Weiteren beteiligten sich verschiedene Hochschulen, vor allem die Universitäten Kiel und Hamburg.




