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Die letzten Stunden von Herculaneum
Bildquelle nicht angegeben
Reisen

Die letzten Stunden von Herculaneum

„Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte. Ich weiß nicht leicht etwas Interessanteres“ schrieb Johann Wolfgang von Goethe 1787 nach seinem Besuch in Herculaneum.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Reisen

Dieses ambivalente Gefühl teilt sich auch dem Besucher der Ausstellung „Die letzten Stunden von Herculaneum“ mit. Sie versetzt den Besucher in die römische Kleinstadt am Golf von Neapel, die durch den Vesuvausbruch des 24./25. August 79 n. Chr. in einer einzigen Nacht verschüttet wurde.

Entlang von zehn Stationen macht der Besucher einen Rundgang durch die versunkene Stadt, von der heute noch zwei Drittel unter einer bis zu 30 Meter dicken Schicht aus verhärtetem Schlamm liegen.

Skelette erzählen von der menschlichen Katastrophe, organische Fundstücke vom Alltag, sensationelle Kunstwerke von der hochentwickelten Kultur.

Herculaneum schreibt Geschichte

Artikelbild

Erst in den letzten Jahren hat die Wissenschaft ein genaueres Bild von den Geschehnissen in den letzten Stunden von Herculaneum zeichnen können.

„Ungefähr 5000 Einwohner zählte die mondäne Küstenstadt am Golf von Neapel. Vor allem begüterte Römer und ihre Sklaven lebten dort, aber auch Handwerker und Ladenbesitzer“, so Dieter Richter. „Man kann sich den 24. August 79 gut vorstellen - ein Sommertag am Golf von Neapel, Fischer ziehen ihre vollbeladenen Boote an den Strand. Eine frische Brise weht vom Meer, während sich die wohlhabenden Römer in den Gärten ihrer luxuriösen Sommervillen entspannen. Niemand ahnt, dass in ein paar Stunden der Vesuv ausbrechen und die ganze Stadt unter einer glühendheißen Lawine aus Asche, Schlamm und Bimsstein begraben wird.“

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