Flutkatastrophen aus dem All gesehen
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Flutkatastrophen aus dem All gesehen

Bild: Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Flutkatastrophen aus dem All gesehen - wir zeigen Ihnen beeindruckende Aufnahmen.

15. Juni 2002: Nord-Minnesota, USA

In der ersten Junihälfte 2002 sorgten heftige Niederschläge in Nord-Minnesota und Südkanada für Überschwemmungen, Hunderte von Menschen mussten evakuiert werden. Dieses Bild der Flut (Farben nicht originalgetreu) wurde am 15. Juni 2002 aufgenommen. Am schlimmsten wütete das Hochwasser an der Grenze von Kanada und Minnesota entlang des Flusses Roseau, der zu diesem Zeitpunkt eher einem See glich (Bildmitte). Minnesota wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

Normalerweise ist der Roseau auf einem Satellitenbild überhaupt nicht zu erkennen, die Umgebung des Flusses ist trocken. Land und Vegetation erscheinen auf den Bildern in den Farben grün, braun-orange und blau, Wasser in schwarz. Die Wolken sind weiß dargestellt.

17. Juni 2002: West-Sibirien, Russland

Das Bild wurde vom “Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer“ (MODIS) am 17. Juni 2002 aufgenommen. Es zeigt das Hochwasser entlang des Ob, der von südöstlicher in nordwestlicher Richtung verläuft, sowie des Irtysh, der von Süden in den Ob fließt, an der Westseite des zentralsibirischen Plateaus. Wasser ist schwarz, Vegetation gold und grün, Wolken blassorange dargestellt. Die Fluten haben den Ob auf eine Breite von 52 km Breite anschwellen lassen.

Da viele sibirische Flüsse in nördlicher Richtung fließen, überfluten sie regelmäßig im Frühjahr, wenn Schmelzwasser aus dem Süden die noch vereisten Gebiete im Norden erreicht, das Land. Dann können sich die Flüsse kilometerweit stauen und verheerende Hochwasser verursachen. Oftmals versucht man, die Eisbarrieren wegzusprengen, damit die Wassermassen ungehindert abfließen können. Vom Frühjahrs- und Sommerhochwasser waren im Jahr 2002 in Russland landesweit ca. 100.000 Menschen betroffen.

August 2002: Hochwasser entlang der Donau

Starke Regenfälle in Zentral- und Osteuropa führten im August 2002 zu der schlimmsten Hochwasserkatastrophe in dieser Region seit über einhundert Jahren. Das am 19. August 2002 aufgenommene Bild zeigt die Donau und ihre Nebenflüsse. Die ungarische Hauptstadt Budapest liegt knapp südlich der langen Flussschleife am oberen Bildrand. Da die Donau in der Stadt durch fast 10 m hohe Seitenwände begrenzt ist, blieb Budapest das Hochwasser-Schicksal von Dresden oder Prag erspart.

Diese Aufnahmen wurden von Astronauten der Internationalen Weltraumstation am 18. August (obere Bildhälfte) bzw. 23. August 2002 mit einer Digitalkamera gemacht. Sie zeigen das Gebiet um die nördlich von Budapest gelegene Stadt Vác in Ungarn zur schlimmsten Zeit des Hochwassers und zum Vergleich einige Tage später, als die Wassermassen bereits weitgehend abgeflossen waren.

August 2002: Hochwasser an der Elbe

Diese Aufnahme zeigt die Elbe und ihre Nebenflüsse am 20. August 2002. Das Wasser, das Dresden überflutet hat, ist bereits weiter nordwärts geflossen. Die Elbe ähnelt am rechten Bildrand, wo die Stadt Wittenberg liegt, einem großen See. Normalerweise erscheint der Fluss als dünne Linie auf dem Satellitenbild.

Obwohl die Bilder wegen der Farbgebung unterschiedlich wirken, zeigen sie das gleiche Gebiet. Auf der oberen Aufnahme erscheint das Land grün bzw. rot, Wasser blau und die Städte grau. Im unteren Bild ist das Wasser fast schwarz dargestellt.

August 2002: Hochwasser in Indochina

Im Juli und August 2002 führten starke Niederschläge in Indochina und China zu massiven Überschwemmungen im Mekong Delta. Das am 29. August 2002 aufgenommene Bild zeigt das ganze Ausmaß des Hochwassers. Der Mekong fließt von der Grenze China - Laos Richtung Süden, quert die Halbinsel von Indochina und ergießt sich in das Südchinesische Meer am rechten unteren Bildrand. In der Bildmitte erkennt man das zu diesem Zeitpunkt einem See gleichende Flussdelta.

Normalerweise sind Flusslauf und -delta des Mekong auf dem Satellitenbild als relativ klare Schlangenlinien zu sehen. Land und Vegetation sind auf den Fotos grün, Wasser blau und schwarz dargestellt. Die Wolken erscheinen als weiße und hellblaue Farbtupfer.

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