Verschobene Platten
Auch wenn wir es nicht bemerken: die Erdoberfläche steht nicht still. Die Erdplatten verschieben sich ständig. Im Lauf von Jahrmillionen entstanden durch diese Bewegung enorme Schluchten oder Berge.
Extrem
Schätzt doch mal: Wie viel Meter Höhenunterschied liegen zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt der Erde? Es sind fast 20.000 Meter oder 20 Kilometer!
Der höchste Berg ist der Mount Everest zwischen Tibet und Nepal mit 8850 Metern. Der tiefste Punkt wurde bisher im Marianengraben im pazifischen Ozean gemessen. Er liegt 11 034 Meter unter dem Meeresspiegel.
Erst im 20. Jahrhundert gelang Menschen der schwierige Auf- oder Abstieg zu den Extrempunkten der Erde.
Gipfel der Welt
Lange Zeit wusste niemand, dass der Mount Everest so hoch ist. Es war nämlich verboten in die Gegend zwischen Tibet und Nepal einzureisen.
Schließlich vermaßen britische Forscher die gewaltigen Gipfel des Himalaya-Gebirges. Sie fanden heraus, dass der „Gipfel 15“ der höchste Berg der Erde ist. Der Berg wurde nach dem britischen Landvermesser Sir Georg Everest getauft.
Die Gebirgsbewohner nennen den Mount Everest jedoch anders: In Tibet heißt er „Chomolungma“, das heißt "Große Mutter Erde"; in Nepal „Sagarmatha“, was soviel wie "Göttin des Himmels" bedeutet.
Der Berg ruft
Viele Menschen haben schon den Aufstieg auf den Mount Everest gewagt. Die ersten, die es schafften, waren der Neuseeländer Edmund Hillary und sein Sherpa-Bergführer Tenzing Norgay im Jahr 1953.
Seither haben schon Tausende von Menschen ihr Glück versucht. Manche von ihnen erzählen mysteriöse Geschichten von einem geheimnisvollen Schneemenschen namens Yeti.
Reich der Tiefe
Am tiefsten Punkt der Erde, dem Marianengraben im pazifischen Ozean, ist es stockfinster und es herrscht ein enormer Druck. Trotzdem leben dort Tiere wie Borstenwürmer oder Tiefseekrebse.
1960 betrat der Meeresforscher Jacques Piccard als erster Mensch den Marianengraben. Er benutzte dazu ein "Bathyscaph", das ist eine Art Tauchkugel. Jacques Vater Antoine hatte das Gerät erfunden.
Doch trotz wissenschaftlicher Fortschritte wissen wir nur sehr wenig über die Tiefsee. Der Meeresforscher Frederick Grassle sagte einmal: „Mit unseren Methoden hätten wir an Land nicht einmal die Elefanten entdeckt.“




