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Gibt es Hexen wirklich?
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Reisen

Gibt es Hexen wirklich?

Hexen waren für Menschen in früheren Zeiten immer etwas Böses. Im Mittelalter wurden viele Frauen, die als Hexen bezeichnet wurden, verfolgt und auf fürchterliche Art umgebracht.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Reisen
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Hexen waren für Menschen in früheren Zeiten immer etwas Böses. Im Mittelalter wurden viele Frauen, die als Hexen bezeichnet wurden, verfolgt und auf fürchterliche Art umgebracht.


Woher kommt das Wort „Hexe“ eigentlich?

Der Begriff "Hexe" stammt aus dem germanischen Sprachgebiet, also aus Nord- und Mitteleuropa. Hexe kommt von „Hagazussa“, was soviel wie „Zaunreiterin“ bedeutet. Das waren zaubernde Waldjungfrauen, die im Glauben der Germanen für Wind, Wetter und andere Naturkräfte verantwortlich waren. Hexen lebten nach den Vorstellungen der Germanen im Wald. Da Hexen als Wettergöttinnen auch für Unwetter, Dürre und Missernten verantwortlich waren, hatten die alten Germanen Angst und Respekt vor ihnen.


Wie aus Frauen Hexen wurden

Zu allen Zeiten gab es Frauen, die ein großes Wissen über Heilpflanzen und andere Kräuter hatten. Das Wissen wurde von Generation auf Generation mündlich weitergegeben. Der Rat der weisen Frauen war begehrt und geschätzt. Und das Wichtigste: Diese Frauen halfen bei Geburten, sie waren Hebammen und berieten Frauen in Fragen von Fruchtbarkeit oder Empfängnisverhütung. Sie kannten beispielsweise wirksame Kräuter, die Geburten verhindern konnten.


Aber genau das wurde ihnen zum Verhängnis. Krankheiten wie die Pest forderten im Mittelalter viele Tote. Als Fürsten und andere Adelige danach mehr Untertanen haben wollten, über die sie regieren konnten, waren ihnen Frauen, die Geburtenkontrolle betrieben, natürlich im Weg. Von nun an wurden die klugen Frauen verfolgt, grausam gefoltert und getötet.


Man unterstellte den weisen Frauen, dass sie mit dem Teufel im Bunde seien. Nur so könnte man ihre vielfältigen Fähigkeiten erklären. Zudem machte man sie für schlechtes Wetter, Missernten, Fehlgeburten und die Pest verantwortlich. Aus Frauen mit großem Wissen wurden Hagazussas – und somit Hexen – gemacht.


Man sagte, dass Hexen auf einem Besen zum Hexentanzplatz fliegen, wo sie die schrecklichsten Dinge anstellen würden. Wenn du im Harz wohnst oder schon einmal dort Urlaub gemacht hast, dann kennst du ja sicherlich den berühmten Hexentanzplatz bei Thale.


Hexenverfolgung

Mit der ersten Hexenverbrennung im Jahre 1275 in Frankreich begann eines der düstersten Kapitel der Menschheit. Schließlich traf die Verfolgung nicht nur weise Frauen. Jede Frau, aber auch Männer und Kinder, konnte verdächtigt werden, eine Hexe zu sein. Wenn man also jemanden loswerden wollte, der einem nicht passte, beschuldigte man die Person der Hexerei. In fünf Jahrhunderten wurden viele Millionen Hexen umgebracht.


Eine Frau brauchte nur rote Haare zu haben, zu schielen, besonders schön oder besonders hässlich zu sein, um sie verdächtig erscheinen zu lassen. Unter grauenvoller Folter gestand sie schließlich alles, was man ihr in den Mund legte. Den Höhepunkt des Hexenwahns erlebte Mitteleuropa zwischen den Jahren 1600 und 1650. Die letzte Deutsche Hexe wurde am 11. April 1775 in Kempten umgebracht.


Die Hexenverfolgungen forderten mehr Opfer als alle zur damaligen Zeit geführten Kriege. Du siehst also, dass Hexen im Grunde genommen nette und kluge Menschen waren, die oftmals einfach nur herrschaftlichen Machenschaften zum Opfer fielen.

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