Heißester Juni seit mehr als hundert Jahren
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Heißester Juni seit mehr als hundert Jahren

Bild: Foto: ThBor, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Offenbach, 1. Juli 2003 - Temperaturrekord in Deutschland: Der Juni 2003 war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Juni seit 1901.Die Tagesmitteltemperaturen erreichten bundesweit 19,1 Grad Celsius (°C). Der typische Durchschnittswert für den Juni liegt in Deutschland bei 15,4 °C.Bisherige Spitzenreiter seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Jahre 1917 mit 18,8 °C und 1930 mit 18,3 °C.Das meldet der DWD nach ersten Auswertungen der Messergebnisse seiner Wetterstationen. Auffällig war nach Einschätzung der Klimatologen des nationalen Wetterdienstes aber nicht nur die Rekordhitze. Eine Besonderheit lag im Juni 2003 auch in außergewöhnlich langen Dauer der Wärmeperiode sowie dem fast völligen Ausbleiben von Kälteeinbrüchen, wie zum Beispiel der oft für Mitte Juni typischen Schafskälte.

Am heißesten war es im Juni 2003 in Süddeutschland. Dort lagen die Abweichungen vom langjährigen Mittelwert zum Teil deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.
So wurde in Freiburg im Breisgau mit 24,2 °C im Juni der deutsche Spitzenwert erreicht. Das waren 6,5 Grad mehr als dort zu erwarten sind. In Konstanz konnten die Meteorologen des DWD mit 22,9 °C ein Plus von 6,5 Grad feststellen. Bundesweit auf den dritten Rang kam Lahr im Schwarzwald mit 22,3 °C - 4,7 Grad über dem lokalen Mittelwert. Die geringste Abweichung vom Durchschnittswert wurde im östlichen Schleswig-Holstein gemessen. Es war dort 1,5 °C zu warm.

Auch die durchschnittliche Sonnenscheindauer lag laut DWD in Deutschland im Juni 2003 mit rund 240 Stunden deutlich über dem langjährigen Mittel von 198 Stunden. Am längsten schien die Sonne in Landsberg am Lech mit 331 Stunden. Die Kehrseite von Rekordhitze und reichlich Sonnenschein zeigte sich bei den Niederschlägen.

Erreicht wurden nach Messungen des DWD im Mittel nur rund zwei Drittel der in Deutschland im Juni typischen 85 Liter pro Quadratmeter. Am meisten Regen fiel in Garmisch-Partenkirchen mit 149 Litern pro Quadratmeter. Die geringsten Niederschläge gab es in Sinsheim mit elf Litern pro Quadratmeter.

Besonders warme Orte im Juni 2003 (Tagesmittel)

1. Platz Freiburg im Breisgau 24.2 °C Abweichung +6.5 °C
2. Platz Konstanz 22.9 °C Abweichung +6.5 °C
3. Platz Lahr 22.3 °C Abweichung +4.7 °C

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