Island
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Island

Bild: Foto: Flocci Nivis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es waren raue Zeiten, als die Wikinger auf Island herrschten. Trotz ihrer oft ungestümen Vorfahren sind die Isländer heute friedliebende und freundliche Menschen, wenn auch für Fremde nicht immer leicht verständlich - zumindest dann nicht, wenn sie sich in ihrer Landessprache unterhalten. Das mit dem Altnorwegischen eng verwandte "Islenska" hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert, neue, z. B. technische Begriffe werden aus alten isländischen Ausdrücken gebildet. Noch heute können viele Isländer ihre mittelalterlichen Handschriften - die bis heute lebendig gebliebenen, unermesslich kunstvollen Götter- und Heldenlieder der Edda sowie die Familiengeschichten aus der Zeit der Landnahme, die isländischen Sagas - im Original lesen. Literatur spielt von jeher eine wichtige Rolle, denn die Isländer haben sich nach den Worten ihres Dichters und Nobelpreisträgers Halldór Laxness (1902-1998) in die Gefangenschaft des geschriebenen Wortes begeben. Sie haben sich aber auch, trotz ihrer sehr modernen Einstellung gegenüber Wissenschaft und Technik, in ihrer Seele ein Stück Aberglaube bewahrt.

Island heute

Es waren raue Zeiten, als die Wikinger auf Island herrschten. Trotz ihrer oft ungestümen Vorfahren sind die Isländer heute friedliebende und freundliche Menschen, wenn auch für Fremde nicht immer leicht verständlich - zumindest dann nicht, wenn sie sich in ihrer Landessprache unterhalten. Das mit dem Altnorwegischen eng verwandte "Islenska" hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert, neue, z. B. technische Begriffe werden aus alten isländischen Ausdrücken gebildet. Noch heute können viele Isländer ihre mittelalterlichen Handschriften - die bis heute lebendig gebliebenen, unermesslich kunstvollen Götter- und Heldenlieder der Edda sowie die Familiengeschichten aus der Zeit der Landnahme, die isländischen Sagas - im Original lesen. Literatur spielt von jeher eine wichtige Rolle, denn die Isländer haben sich nach den Worten ihres Dichters und Nobelpreisträgers Halldór Laxness (1902-1998) in die Gefangenschaft des geschriebenen Wortes begeben. Sie haben sich aber auch, trotz ihrer sehr modernen Einstellung gegenüber Wissenschaft und Technik, in ihrer Seele ein Stück Aberglaube bewahrt.

Unabhängigkeit mit Unterbrechung

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wohnten keltische Mönche auf der nördlichen Atlantikinsel. Die eigentliche Besiedlung erfolgte aber erst 870-874 mit der Landnahme des Norwegers Ingólfur Arnarson. Im Jahre 930 entstand auf Thingvellir das Althing, die erste demokratische Volksversammlung der Welt. Doch die Geschichte des freien Island endete 1264 für fast sieben Jahrhunderte. Es waren dunkle Jahrhunderte, gezeichnet von der politischen Unterdrückung durch Dänemark, das Island von 1380 bis 1918 beherrschte. Es war auch eine Zeit der Armut, Hungersnöte, Naturkatastrophen und Seuchen.

Die Tausendjahrfeier der Landnahme Islands auf Thingvellir im Jahre 1874 war Ausdruck des allgemein aufkeimenden Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert. Dem Streben nach Unabhängigkeit wurde 1918 endgültig nachgegeben, doch blieb Island weiterhin mit Dänemark in einer Personalunion verbunden. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges kündigte die isländische Regierung die Union mit Dänemark und proklamierte am 17. Juni 1944 auf der historischen Stätte Thingvellir die selbständige Republik Island. Seither wird die Politik von Koalitionsregierungen bestimmt.

Wohlstand aus dem Meer

Blick über die Hauptstadt Reykjavík

Mit knapp drei Einwohnern pro Quadratkilometer ist Island das am dünnsten besiedelte Land Europas. Über 92 % der Gesamtbevölkerung lebt in Städten, vor allem im Küstensaum des Südwestens; allein im Großraum der Hauptstadt Reykjavík sind es rund 160 000 Einwohner.

Nur noch wenige Menschen wohnen auf Einzelhöfen auf dem abgelegenen Lande. Die raue Landesnatur bietet keine günstigen Bedingungen für die Landwirtschaft. Nur rund 1 % der Vulkaninsel ist kultiviert, mehr als 20 % sind Naturweiden, der Rest ist im Naturzustand. Die ackerbauliche Produktion beschränkt sich auf Kartoffeln, Rüben und Heu. In den mit Erdwärme geheizten Glashäusern werden für den eigenen Markt Gemüse, aber auch Schnittblumen gezogen, die Farbe in das durch trübes Wetter häufig bedrückend wirkende Land bringen. Schafe und Rinder sind die wichtigsten Fleischlieferanten. Isländische Schafwolle und Schaffelle gelten unter Kennern als unübertroffen.

Schon um die Jahrhundertwende wanderten die Landarbeiter in die zentralen Orte ab, wohin sie vor allem besser bezahlte Tätigkeiten in Industrie und Dienstleistungsbetrieben lockten. Island, das außer der Wasserkraft und der geothermischen Energie keine nennenswerten Bodenschätze besitzt, lebt vor allem vom Fisch. Sein Kapital sind die fischreichen Küstengewässer, die es in den Jahren von 1964 bis 1970 einseitig auf 200 Seemeilen erweiterte. Drei Viertel der Exporterträge erwirtschaftet die Fischindustrie. Doch als vor einigen Jahren die Fangmengen von Kabeljau, Heilbutt, Hering, Lachs und Lodde vorübergehend drastisch abnahmen und ein weltweites Jagdverbot auf die in ihrem Bestand gefährdeten Wale ausgesprochen wurde, zeigte sich, wie wenig abgesichert der augenblicklich hohe Lebensstandard und das leistungsfähige Sozialfürsorgesystem der Isländer letztlich ist. In den Sommermonaten bietet der Tourismus eine lohnende Nebenerwerbsquelle. Zwischen 150 000 bis über 200 000 Naturliebhaber, die die hohen Kosten im teuersten Land Europas nicht scheuen, kommen jährlich auf die Insel, in ein Land der extremen Gegensätze.

Natur und Landschaft

Der Strokkur ist einer der bekanntesten isländischen Geysire

Island ist eine grandiose, archaisch anmutende Naturlandschaft. Die Küsten im Norden, Osten und Westen sind von Buchten und Fjorden vielfach eingeschnitten, das Landesinnere ist unbewohnbares, wüstenhaftes Hochland. Es ist die Welt der bizarren Farben und Formen, der schwarzen Vulkanasche und der imposanten weißen Gletscherfelder, der unruhig brodelnden Geysire, der heißen Schwefelquellen, der zahlreichen Seen, der unpassierbaren Flüsse und der tosenden Wasserfälle. Lavaströme haben weite Gebiete bedeckt und zu sagenumwitterten und geheimnisvollen Einöden werden lassen, die in den langen, nur spärlich erhellten Winternächten und den nachtlosen Sommermonaten eine oft melancholische Stimmung verbreiten. Wer davon einmal gefangen wird, kommt immer wieder.

Insel aus Feuer und Eis

Die Isländer leben gefährlich: Erdbeben und Vulkanausbrüche gehören zu ihrem Alltag, denn sie leben auf einer großen Erdspalte, die den Mittelatlantischen Rücken durchzieht. Vor etwa 16 Millionen Jahren begann die eigentliche Inselentstehung, als nach anfänglich nur untermeerischen Lavaergüssen der submarine Höhenrücken schließlich über die Meeresoberfläche hinauswuchs - ein Prozess, der 1963 bei der Entstehung der Insel Surtsey exemplarisch beobachtet werden konnte.

Der geologische Untergrund Islands kommt bis heute nicht zur Ruhe. Die Krustenteile der Insel schieben sich noch immer mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aneinander vorbei. Immer wieder kommt es zu Erdbeben. Vulkanische Aktivitäten schmolzen im Herbst 1996 unterirdische Eismassen des Vatnajökull, die sich schließlich in einer Flutwelle ergossen.

Die Landoberfläche der Vulkaninsel besteht etwa je zur Hälfte aus Plateaubasalten und lockeren vulkanischen Auswurfprodukten, der Tephra. Wo nicht die durchlässigen Tuffböden ohnehin jegliches Pflanzenwachstum verhindern, haben jahrhundertelanger Raubbau und Überweidung die einstigen Wälder Islands bis auf spärliche Reste vernichtet und die Böden der Erosion ausgesetzt. Auch Heidekrautgewächse, Gräser, Moose und Flechten bedecken den steinigen Boden nur noch fleckenhaft.

Dort, wo die Basalte noch nicht völlig abgekühlt sind, wird das Grundwasser stark erhitzt. Zahlreiche der so entstandenen 600 Thermalquellen werden auf der Insel als natürliche Warmwasserheizung genutzt. Besondere Touristenattraktion sind jene großen Geysire, die in regelmäßigen Abständen ihre Heißwasserfontänen bis maximal 60 m hoch in die Luft schleudern. Extreme Hitze und Kälte - nirgendwo auf der Welt liegen sie so nahe beisammen wie auf Island. Zeugnisse der letzten Eiszeit sind überall gegenwärtig. Heute sind noch immer über 11 % der Landfläche unter fünf Eiskappen begraben.

Wasserfall Gullfoss

Größter Gletscher ist mit einer Fläche von 8410 km² der Vatnajökull. Unzählige Wasserarme aus Schmelzwasser nehmen am Gletscherrand ihren Anfang. Heftige Regenfälle oder warme Sommertage lassen die Flüsse auf ihrem Weg zum Meer schnell anschwellen. Ständig verlagern sie ihr Bett, überschottern so immer größere Strecken und lassen ausgedehnte Geröll- und Sandwüsten entstehen. Harte, mächtige Basalte bilden Stufen, über die das Wasser bis zu 60 m hinunterstürzt. Der größte Wasserfall ist der Dettifoss, dessen Kaskaden wie bei dem Skógafoss, dem Godafoss und dem Gullfoss zum spektakulären Naturerlebnis werden.

Von ganz besonderem Reiz ist auch der Mývatn, der Mückensee im Norden der Insel, nahe einem der größten Solfatarenfelder voll brodelnder Schlammlöcher. Der Mückensee ist ein Paradies für Vögel, für Lachse und Forellen, aber auch für Mücken und Fliegen.

Auf das Wetter ist kein Verlass

Island ist nicht so eisig, wie sein Name vermuten lässt, und das isländische Wetter ist besser als sein Ruf - das behaupten zumindest die Isländer. Es ist gekennzeichnet durch stetigen Wechsel der Bewölkung, durch häufige Niederschläge, Aufhellungen und Winde mittlerer Stärke, durch kühle Sommer mit Julidurchschnitt im Tiefland um 11 °C und milde Winter, in denen das Thermometer im Durchschnitt kaum unter den Gefrierpunkt sinkt. Island liegt im Grenzbereich der kühlen arktischen Luftmassen und der gemäßigten südlicheren Luftströme. Eine wichtige klimatische Funktion hat auch der Golfstrom, der von Süden kommend die Insel im Uhrzeigersinn umspült. Ohne ihn wäre Island aufgrund seiner hohen Breitenlage kaum bewohnbar.

Ein Inselreich für Vögel

Als die ersten Siedler auf Island ankamen, war der arktische Fuchs, der die Insel auf Eisschollen erreicht hatte, das einzige hier lebende Säugetier. Für die rund 240 Vogelarten war es wesentlich einfacher, auf das isolierte Eiland zu gelangen. Millionen von Küstenseeschwalben verbringen hier ihren Sommer. Hundertschaften von Singschwänen fallen auf den meernahen Wiesen ein, und auf der Insel Heimaey brüten Abertausende von Papageitauchern. Sie finden ein reiches Nahrungsangebot.

In den planktonreichen Küstengewässern tummeln sich Fischarten wie Kabeljau, Schellfisch, Heilbutt, Scholle, Hering und Lodde. Und auch Wale und Robben leben in den Meeren um Island, wenn auch die natürlichen Bestände zunehmend gefährdet sind. Was sonst auf der Insel lebt, wurde von den Menschen dorthin gebracht, so auch das Schaf, als Spender von Fleisch und Wolle, und das anspruchslose und zähe Islandpferd.

Isländische Sagen

Nach dem nordischen Schöpfungsmythos begann die Welt durch die Verbindung einer kalten Hölle, die Niflheim genannt wurde und Heimat der Eisriesen war, der Quelle der "Kälte und aller rauen Dinge", mit Muspellheim, dem Reich des Feuers, in dem die Feuerriesen herrschten. An der Stelle, an der sich die beiden trafen, taute das Eis im Feuer und schuf so die Grundlage zur Entstehung der Welt.

Als seefahrende Wikinger Island im 9. Jahrhundert entdeckten, fanden sie ein Land aus Eis und Feuer, das geradewegs ihrer Mythologie zu entstammen schien. Turmhohe Gletscher, schneegekrönte Berge und kahle Steinwüsten, die der gefrorenen Öde von Niflheim glichen, während sie in den aktiven Vulkanen und der geschmolzenen Lava das Feuer von Muspellheim sahen. Doch auch hier waren die grünen Täler so fruchtbar, dass einer der ersten Wikinger, der sie betrat, erklärte, dass "Butter aus jedem Grashalm tropfte".

Wächter der Wikingergeschichte

Diese nordischen Abenteurer brachten einen reichen Schatz skandinavischer Traditionen mit, und im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde Island zur Schatzkammer der Wikinger-Überlieferung. In den harten Wintern wurden Geschichten und Gedichte rezitiert, um die langen Abende auszufüllen. Als sich Lese- und Schreibfertigkeit ausbreiteten, konnten die alten Erzählungen in kostbaren Manuskripten niedergeschrieben werden, welche im Lauf der Jahrhunderte immer wieder kopiert wurden. Seit dem 12. Jahrhundert verfassten Isländer wie Sæmundur Sigfusson (†1133), Ari Thorgilson (1067-1148) und Snorri Sturluson (1179-1241) Schriften über die Welt ihrer skandinavischen Vorfahren und über ihre eigene isländische Geschichte.

Im Jahr 1000 wurde Island zwar christianisiert, doch heidnische Erinnerungen hielten sich über Jahrhunderte. Menschen, die Vulkanausbrüche wie den der Hekla erlebt hatten, der im Jahr 1104 mehr als zwanzig Gehöfte in Thjorsardalur unter Lavaströmen begrub, konnten sich nicht leicht vom Bild des Feuerriesen Surtr trennen, der seine Brüder anführt, um die Welt zu vernichten. Zwei Jahrhunderte nachdem Island offiziell dem Heidentum abgeschworen hatte, schrieb Snorri Sturluson alles, was er über den Glauben und die Götter seiner Vorfahren wusste, in der Heldenlied- und Gedichtsammlung der "Edda" nieder.

Chronisten und "Romanciers"

Die Isländer waren vor allem leidenschaftliche Historiker. Sie schrieben Werke wie das Landnamabok ("Das Buch der Besiedlung"), das die Kolonisierung Islands aufzeichnet, wobei 400 Siedler namentlich erwähnt werden, und Snorris Heimskringla ("Die Weltkugel"), eine Geschichte der norwegischen Könige von legendären Anfängen bis zum Jahre 1177. Sie schrieben Geschichten über berühmte Männer der Vergangenheit - Gesetzlose, Krieger, Dichter, Bauern und Reisende - so lebhaft, dass Wikinger, die vor 1000 Jahren gestorben sind, dem heutigen Leser immer noch lebendig vor Augen stehen.

Die Sagas (wörtlich "Berichte"), die einst als genaue Wiedergabe der historischen Tatsachen angesehen wurden, werden wohl am besten als halberfundene Berichte über historische Personen und Ereignisse klassifiziert. Die Mitte des 13. Jahrhunderts erlebte eine Blüte der traditionellen Saga, die große Epen hervorbrachte, welche man als "die ersten Romane" bezeichnet hat. Den Saga-Schreibern ist zu verdanken, dass die längst verstorbenen Nordmänner bis heute weiterleben, nicht nur als bloße Namen, sondern als lebensstrotzende Individuen von gelegentlicher Gewalttätigkeit, mit grimmigem Humor und einer Leidenschaft für ihre Ehre, mit Respekt vor Dichtung, Wissenschaft und Gesetz sowie einem ausgeprägten Unabhängigkeitsgefühl.

Island ist bis heute eng mit seiner Vergangenheit verbunden geblieben. Ein Großteil des Landes hat sich seit dem Zeitalter der Besiedelung wenig verändert, und wegen seiner Saga-Schreiber ist Islands unberührte Landschaft voller Erinnerungen an die ersten Siedler, ihre Werke, Fehden und Liebesgeschichten. Eine berühmte Touristenattraktion ist das Lavafeld von Thingvellir, wo die Isländer seit dem Jahr 930 ihre Volksversammlungen abhielten, wo Rechtshändel ausgetragen, Treueverhältnisse vereinbart, Männer geächtet und Fehden begonnen oder beigelegt wurden.

Die geographische Genauigkeit der Sagas bringt uns das Leben ihrer Charaktere sehr nahe. Die Felsenschlucht von Havragil sieht wahrscheinlich noch genauso wie vor 1000 Jahren aus, als Bolli Thorleikson dort auf der Lauer lag, um Kjartan Olafsson, seinen Pflegebruder und Nebenbuhler, zu töten; nicht weit davon entfernt, an den Hängen von Salingsdalur, können wir den Ort sehen, wo Bolli 1007 getötet wurde. Als Kontrast dazu können wir das kleine weiße Bauernhaus von Hoskuldsstadir besuchen, wo wir uns bei dem kleinen Wildbach daran erinnern können, wie Olafur Dala-Kollson hier seine irische Geliebte traf und mit ihrem gemeinsamen Sohn Olafur, dem Pfau, sprach, "an einem schönen Tag, als die Abendsonne schien".

Island: Daten und Fakten

Das Land
LageNordeuropa; zwischen 63° 17' und 67° 09' nördlicher Breite sowie 13° 17' und 24° 32' westlicher Länge
GrenzenAllseitig Atlantischer Ozean
ZeitzoneMEZ -1 Stunde
Fläche103 000 km² (1 % Wald, 1 % Ackerland, 23 % Wiesen und Weiden)
AusdehnungW-O 590 km, N-S 350 km
LandesnaturIm Inneren weite Hochebenen mit vielen Vulkanen; zahlreiche Fjorde, im S Küstentiefland
Höchster PunktHvannadalshnúkur (2119 m)
GewässerMývatn (Mückensee)
KlimaKühlgemäßigt-subarktisches maritimes Klima; Reykjavík 5,0 °C/861 mm, Akureyri 3,9 °C/472 mm
SehenswürdigkeitenThingvellir (Tagungsort des ersten Parlaments der Welt), Mývatn, Gullfoss
Die Menschen
Bevölkerung281 000 Ew. (Isländer)
Bevölkerungswachstum0,9 %
Bevölkerungsdichte3 Ew./km²
Stadtbevölkerung92 %
Analphabetismus1 %
Geburtenziffer1,6 %
Sterbeziffer0,7 %
LebenserwartungFrauen 81 Jahre, Männer 75 Jahre
ReligionEvangelisch-lutherische Kirche
SpracheIsländisch
Wichtige StädteKópavogur, Akureyri, Hafnarfjördur
Wirtschaft
Währung1 Isländische Krone = 100 Aurar
Bruttoinlandsprodukt7,28 Mrd. US-$
BSP je Einwohner27 830 US-$
Anteil der Wirschaftssektoren am BIPLandwirtschaft 12 %, Industrie 30 %, Dienstleistungen 58 %
Inflationsrate4,1 %
ImportgüterMaschinen, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Erdöl und Erdölprodukte
ExportgüterFisch und -erzeugnisse, Aluminium
HandelspartnerGrossbritannien, Deutschland, USA, skandinavische Länder
Straßen12 689 km
Staat
Amtlicher NameRepublik Island
HauptstadtReykjavík
RegierungsformParlamentarische Republik
StaatsoberhauptStaatspräsident
RegierungschefMinisterpräsident
Verwaltungsgliederung23 Kreise und 14 Stadtbezirke
LegislativeEinkammerparlament (Althing) mit 63 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten
Nationalfeiertag17. Juni
Geschichte
1380Island wird Dänemark angeschlossen
1940Die Insel ist von britischen Truppen besetzt
1944Island erlangt die Unabhängigkeit
1949Island tritt der NATO bei
1976"Fischerei-Krieg" mit Großbritannien
1985Island erklärt sich zur nuklearfreien Zone
1991Island erlangt die Anerkennung der 200-Meilen-Zone
2004Der seit 1996 regierende Staatspräsident Olafur Ragnar Grimsson wird im Amt bestätigt

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