Die Blaue Lagune,
ist eine mit Meereswasser gefüllte Senke mitten in einem moosbedeckten Lavafeld. Die Lagune verdankt ihre Existenz einer Reihe von Faktoren, wobei am maßgeblichsten die Herkunft des geothermalen Meereswassers aus 2.000 m Tiefe ist.
Sie fasst vier Millionen Liter Wasser, das sich in 24 Stunden komplett erneuert. „Gewöhnliche" Bakterien gedeihen in diesem Ökosystem nicht, so dass Reinigungszusätze wie Chlor überflüssig sind. Die einzigartigen Aktivbestandteile an Mineralien, Kieselerde und blaugrünen Algen werden wegen ihres positiven Einflusses auf Haut - auch bei Hautproblemen wie Ekzeme und Psoriasis - geschätzt. Die Stoffe sind auch für die aquamarinblaue Farbe verantwortlich.
Die Blaue Lagune liegt bei Grindavik, nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Sie ist von den für Island typischen Lavafeldern und schwarzen Sandstränden umgeben.
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Polarlichter
oder auch Nordlichter genannt, überziehen den Winterhimmel in Island an klaren Tagen. Von September bis April etwa findet das Lichtspektakel unter freiem Himmel statt.
Das Polarlicht wird in verschiedensten Formen beobachtet, z. B. als flacher „Bogen“ in Horizontnähe, unregelmäßiges „Band“, unscharf begrenzte „Wolken“. Die Höhe des Polarlichts liegt gewöhnlich bei 100 bis 120 km. Die Leuchtkraft ist oft veränderlich, unregelmäßig oder „pulsierend“. Farben: meist Gelblichgrün, aber auch Rot (in niedrigeren Breiten) oder Blau bis Grauviolett. Nie fehlt die grüne „Nordlichtlinie“, die dem Sauerstoffspektrum angehört.
Die Polarlichter liefern bis heute in Island viel Stoff für Geschichten, Mythen und Legenden.
Islandpferde
Die relativ kleinen, zähen und geduldigen Islandpferde sind ideal an das Leben im Norden angepasst. Ohne Zögern finden sie den besten Weg durch Sümpfe oder andere Unwegsamkeiten, und während des Sommers geben sie sich mit Gras und Kräutern der Wildweiden vollkommen zufrieden. Diese Eigenschaften haben sie seit der Landnahmezeit unverändert bewahrt, weil sie reinrassig gezüchtet werden.
Die Hauptzuchtgebiete liegen im Skagafjörður mit dem Staatsgestüt in Hólar, aber auch im Inselsüden und in der Gegend bei Höfn im Südosten. Einst wichtigstes und zuverlässigstes Transportmittel in Island, dienen Islandpferde heute als universell einsetzbare, beliebte Freizeit- und Turnierpferde.
Natur und Nationalparks
Island ist eine grandiose Naturlandschaft. Die Küsten im Norden, Osten und Westen sind von Buchten und Fjorden vielfach eingeschnitten, das Landesinnere ist unbewohnbares, wüstenhaftes Hochland. Es ist die Welt der bizarren Farben und Formen, der schwarzen Vulkanasche und der weißen Gletscherfelder, der unruhig brodelnden Geysire, der heißen Schwefelquellen, der zahlreichen Seen, der unpassierbaren Flüsse und der tosenden Wasserfälle. Lavaströme haben weite Gebiete bedeckt und zu sagenumwitterten und geheimnisvollen Einöden werden lassen. In ganz Island gibt es inzwischen vier Nationalparks und jeder von ihnen bietet seine ganz besonderen Sehenswürdigkeiten. (Folgende Links führen auf eine englischsprachige Website)
- Thingvellir, „Symbol des isländischen Nationalbewusstseins“, liegt im tektonischen Graben zwischen den amerikanischen und europäischen Kontinentalplatten. Im See von Thingvellir leben Fischarten, die nirgendwo sonst zu finden sind.
- Der Nationalpark von Snaefellsjökull liegt am Fuße eines Vulkans und Gletscher und ist umhüllt von einer Atmosphäre voller Mysterien und Romantik; es ist auch der einzige isländische Nationalpark, der vom Meer bis zu den Gipfeln der Berge reicht.
- Der Jökulsárgljúfur Nationalpark wurde durch die vom Gletscher Vatnajökull herabstürzenden Fluten geformt und umfasst auch Dettifoss, Europas größten Wasserfall.
- Der Skaftafell Nationalpark liegt in einem Gebiet, das ebenfalls durch vom Vatnajökull ausgehende, katastrophale Überschwemmungen geprägt wurde (Jökulhlaup), hier finden Besucher jedoch eine grüne Oase zwischen öden Sandwüsten, die unterhalb des Eises herausgespült wurden.




