Aller Anfang ist klein
Freizeitparks versprechen jede Menge Spaß und Nervenkitzel. Meist sind sie mit den modernsten High-Tech-Vergnügungsgeräten ausgerüstet: Mega-Achterbahnen, Actionkinos, Wildwasserfahrten usw. locken Tausende von Besuchern an.
Doch angefangen haben viele Erlebnislandschaften ganz klein: Oft stand am Anfang nur ein schönes Fleckchen Natur, ein Ausflugslokal, eine Tierhaltung oder ein Kettenkarussell.
Der Wiener Prater
Die meisten Freizeitparks entstanden nach dem Vorbild des Wiener Praterses. Er ist einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Am 7. April 1766 schenkte der österreichische Kaiser Joseph II. der Bevölkerung sein bisheriges Jagdrevier in den Donauauen zum Ausruhen und Spazierengehen. Bald wuchsen im „Wurstelprater“ die ersten Imbissbuden, Kaffeehäuser, Schaukeln und Rutschbahnen. 130 Jahre später wurde das 65 m hohe Riesenrad zum Wahrzeichen Wiens. Wir sind heute an Flugzeuge oder Hochhäuser gewöhnt. Doch früher war es für die Menschen etwas ganz Besonderes, die Welt einmal von oben zu sehen.
Parks der Rekorde
In modernen Freizeitparks steht die Welt Kopf. Hier sind die Parks der Rekorde:
- Europa-Park (Baden-Württemberg)
Deutschlands größter mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern pro Jahr
Homepage: www.europapark.de - Erlebnispark Tripsdrill (Baden-Württemberg)
der älteste - seit 75 Jahren
Homepage: www.tripsdrill.de - Phantasialand (NRW)
berühmt für fantasievolle Dekorationen und Shows
Homepage: www.phantasialand.de - Legoland (Bayern)
mit über 50 Millionen Legosteinchen
Homepage: www.legoland.de - Heide-Park (Niedersachsen)
der größte in Norddeutschland
Homepage: www.heide-park.de - Hansa-Park (Schleswig-Holstein)
der einzige mit Meeresblick
Homepage: www.hansapark.de - Holiday Park (Rheinland-Pfalz)
auf der Superachterbahn sausen die Züge mit bis zu 120 km/h
Homepage: www.holidaypark.de - Space Center Bremen
Abenteuer Weltall in Deutschlands größter Freizeithalle
Homepage: www.space-center-bremen.de
Vorbereitungen
Wenn ihr unterwegs keine kalten Füße oder keinen trockenen Hals kriegen wollt, müsst ihr euch gut auf euren Ausflug vorbereiten.
Denkt an:
- bequeme Schuhe
- wetterfeste Kleidung
- Sonnencreme
- Kopfbedeckung
- genug zu trinken
- Knabbereien für zwischendurch
- Fotoapparat und Filme
- Pflaster und eine Creme gegen Insektenstiche
Gibt es in dem Freizeitpark, den ihr besuchen wollt, einen Wasser- oder Matschspielplatz? Dann packt am besten Badezeug oder Wechselklamotten ein, damit ihr euch ohne Hemmungen ins Vergnügen stürzen könnt.
Spiele im Auto
Vermutlich seid ihr gespannt auf den Park und auf der Autofahrt schon ungeduldig. Ihr könnt die Fahrtzeit mit ein paar Spielen verkürzen:
- Sachensucher
Einigt euch, was ihr suchen wollt, zum Beispiel Kinder, Briefkästen, Telefonzellen, Verkehrsschilder, Vögel oder ähnliches. Wer als erster die gesuchte Sache sieht und laut ruft, bekommt einen Punkt. - Märchenerzähler
Denkt euch Sätze zu den Buchstaben und Zahlen auf den Autoschildern aus. Also z.B. HH - WZ 33: Hans Heiner hat 33 Wackelzähne. - Farbenwette
Jeder wählt eine Farbe. Wer zählt die meisten Autos in seiner Lieblingsfarbe?
Oder winkt mal den entgegenkommenden Autos. Bestimmt winkt jemand zurück.
Eltern-Tipp
Kinder sind hartnäckig, wenn sie ihre Wünsche durchsetzen wollen. Und ein Besuch in einem Freizeitpark steht auf der Wunschliste der meisten Kinder ganz oben. Aber Sie können Ihrem Kind erklären, dass ein solcher Tagesausflug kostspielig ist und deshalb etwas ganz Besonderes.
Planen Sie voraus, damit sich der Aufwand lohnt. Die meisten Einrichtungen haben eine Homepage im Internet mit allen wichtigen Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Attraktionen und Wegbeschreibung.
An den Wochenenden sind Freizeitparks oft überfüllt. Vielleicht können Sie ihren Besuch auf einen Werktag in den Ferien legen. Behalten Sie die Ferienanfangs- und Endzeiten im Auge, damit Sie unterwegs nicht im Urlaubsverkehr stecken bleiben. Tourenplaner und Stauinfos gibts beim ADAC.
Bedenken Sie bei der Terminplanung auch, dass ein Tag voller Action müde macht. Wenn Sie am nächsten Morgen früh aus den Federn müssen, um eine lang vorbereitete Konferenz zu leiten, oder ihrem Kind eine Schularbeit bevorsteht, wählen sie vielleicht lieber ein weniger aufregendes Familienprogramm.




