2014 - Das Jahr der Krisen und Kriege
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) untersucht und analysiert die humanitäre Lage in zahlreichen Krisengebieten weltweit. Im Vorwort zu ihrem Jahresbericht 2014/2015 ist von einem schwarzen Jahr für die Menschenrechte die Rede, weltweit waren 2014, vor allem bedingt durch die Kriege und Konflikte etwa 57 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Zahl der Flüchtlinge war die höchste seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine Zusammenfassung des Reports ist unter anderem auf SPIEGEL ONLINE veröffentlicht worden. Die Ergebnisse im Überblick:

pixabay.com / takazart / Public Domain
Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes
Das Auswärtige Amt ist als oberste Bundesbehörde zuständig für die deutsche Außen- und Europapolitik. Auf ihrer Webseite warnt die Behörde vor einer weiterhin bestehenden Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen in bestimmten Regionen. Spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aus, so besteht eine akute Gefahr bei Reisen in dieses Land bzw. in die Region. Für folgende Länder werden derzeit Reisewarnungen, Teilreisewarnungen und/oder spezielle Reise- und Sicherheitshinweise formuliert:
Irak, Pakistan, Niger, Syrien, Jemen, Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Mali, Ägypten, Kamerun, Japan, Ukraine, Tschad, Palästinensische Gebiete, Algerien, Burkina Faso, Afghanistan, Libyen, Mauretanien, Georgien, Somalia, Südsudan, Libanon, Eritrea, Zentralafrikanische Republik
Bei den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes werden für die betroffenen Regionen bzw. Länder teilweise Abstufungen hinsichtlich der Gefahr vorgenommen. Eine vollständigere Übersicht von Ländern auf allen Kontinenten, für die Reisewarnungen oder andere Einschränkungen gelten, gibt dieser aktuelle Überblick auf krisengebiete.net. Für die jeweiligen Länder bzw. Kontinente werden die Hauptbedrohungen für Reisende und Personen vor Ort beschrieben, zudem wird eine geografische Einordnung der Konflikte und Bedrohungen innerhalb des Landes bzw. der Region vorgenommen.

pixabay.com / tpsdave / Public Domain
Ausblick für 2015 – Fortbestehen vieler Konflikte sowie Zunahme der Gewalt
Die Zivilbevölkerung leidet immer am meisten unter den Kriegen und Konflikten. Der Ausblick auf das laufende Jahr ist dabei alles andere als positiv. Es wird erwartet, dass mehr Menschen unter quasi-staatlichen Herrschaftsstrukturen von Terrorgruppen leben müssen. In den Ländern Europas bereiten der Krieg in der Ukraine sowie die Wiederkehr alter Denkmuster, die eigentlich überwunden schienen, in den Bevölkerungen große Sorgen. In der westlichen Welt werden Regierungen und Geheimdienste weiter den „Krieg gegen den Terror“ als Vorwand nutzen, um die eigenen Bevölkerungen verstärkt auszuspionieren und die Freiheitsrechte zunehmend einzuschränken.
Die Reaktion der internationalen Staatengemeinschaft auf die Flüchtlingsproblematik wird von Menschenrechtsorganisationen und Beobachtern kritisiert. Die Krisenstaaten sowie deren Nachbarstaaten benötigen deutlich mehr Unterstützung bei der Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge. Die Europäische Union (EU) müsse laut dem Bericht von Amnesty ebenfalls mehr Aufnahmeplätze bereitstellen. Des Weiteren habe der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen als Instrument zur Schaffung von dauerhaftem Frieden in Syrien, im Irak, in Gaza, Israel und der Ukraine versagt, wie in diesem Artikel auf ZEIT ONLINE publiziert. Die EU würde die Augen von den zunehmenden Flüchtlingsströmen verschließen und seit Jahren nicht angemessen auf dieses humanitäre Problem reagieren.




