Trekking, Tauchen, Tiefenexpedition: Abenteuer in exotischer Natur
19 Nationalparks schützen Malaysias einzigartiges Ökosystem. Mit seinen 4.343 Quadratkilometern ist der Taman Negara Nationalpark der größte seiner Art. Er beherbergt einen der ältesten Dschungel der Erde und ist bekannt für seine fischreichen Flüsse. Dschungel, Höhlen und Gebirge locken nicht nur in Sarawak und Sabah, sondern auch an der Westküste der Halbinsel Malakka. Hier sprudeln Wasserfälle in Süßwasserpools und Nebel steigt aus den hügeligen Regenwäldern. Andernorts formen Reisfelder grüne und goldene Terrassen. Den Kontrapunkt inmitten des tropischen Gartens setzt die moderne Skyline der Hauptstadt Kuala Lumpur.
Malaysias Bergwelt ist abwechslungsreich manche Gipfel stürmt man binnen Stunden, andere wiederum kosten Tage. Die größte Herausforderung: der Gunung Kinabalu. 4.095 Meter ragt er empor. Damit ist er einer der höchsten Berge Südostasiens. Aus den Höhen in die Tiefen: Viele Höhlen Malaysias sind immer noch unerkundet. Zu den bekanntesten zählen Perak Tong und Sam Poh Tong: Hier stehen etliche Buddha-Statuen und religiöse Wandbilder. Die 52 Kilometer langen Mulu-Höhlen in Sarawak sind das längste zusammenhängende Höhlensystem auf der Welt. Wer Angst vor Fledermäusen hat, sollte jedoch fern bleiben schätzungsweise vier Millionen Mini-Vampire leben hier. Die einzigartige Unterwasserwelt ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Um die Meeresfauna und -flora zu erhalten, wurden so genannte Marine Parks angelegt. Zwischen April und Mai lohnt sich ein Abstecher zum Atoll Layang Layang: Zu dieser Zeit können dort oftmals Hammerhaie beobachtet werden.
Die Ostküste
In Kelantan scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Rustikale Dörfer, weite Reisfelder und eine gelebte Tradition machen den Reiz dieses Landes aus. Das nördlichste Land an der Ostküste ist reich an Historie und vielen Traumstränden mit klangvollen Namen wie "Strand der Melodien" oder "Strand der flüsternden Brise".
Mekka für Taucher: Vor Terengganu wimmelt das Meer von exotischen Fischen - und draußen im südchinesischen Meer liegen die Tropeninseln wie grüne Perlen im Wasser. Seidenproduktion und Handwerk: In den Dörfern von Terengganu trifft man noch auf alte Traditionen und Handwerkskunst.
Der Norden der Westküste
Perlis hoch oben im Norden ist das kleinste Bundesland. Weite Zuckerrohrfelder prägen das Land. Highlight: Die Gua Kelam, die dunklen Höhlen, locken unter Tage. Früher ein beliebter Schmuggelweg nach Thailand.
Von grünen Knospen bis goldenem Korn: Kedah wird ganz vom Reisanbau bestimmt. Malaysias "Reisschüssel" bietet aber noch mehr: Dschungel-Abenteuer, rauschende Wasserfälle wie der "Pancak Janing", historische Bauten in der Landeshauptstadt Alor Setar und 99 paradiesische Inseln vor der Küste. Heiße Quellen und Attraktionen wie das Mahsuri Mausoleum locken auf die Hauptinsel Langkawi. Außerdem befindet sich in Kedah die bedeutendste archäologische Fundgrube des Landes: Im Bujang-Tal werden zurzeit alte Grabtempel und Götterstatuen ausgegraben.
Die Insel Penang ist gleichzeitig auch Bundesland und eine der berühmtesten Destinationen Malaysias. Bekannt ist nicht nur Georgetown als eine Stadt voller Historie, sondern auch der lange Strand von Batu Feringghi. Der buddhistische Kek Lok Si Tempel fasziniert durch den Mix burmesischer und thailändischer Architektur, im Schlangentempel winden sich Reptilien um Leuchter und Altäre - und der Hindu-Tempel Sri Mariamman beherbergt kostbare Götterstatuen. Eine Bahntour auf den Penang Hill ist Pflicht: Denn auf 821 Meter Höhe hat man einen atemberaubenden Blick über die ganze Insel bis zum Festland.
Die zentralen Regionen
Pahang ist das größte Bundesland Malaysias mit einer kontrastreichen Landschaft. Teefelder in den Cameron Highlands, die lotusbedeckte Seenplatte von Chini und Hollywood-reife Trauminseln im südchinesischen Meer. Im kühlen Bergland liegt der schönste Nationalpark Malaysias: "Taman Negara" mit tiefen Dschungeln, schäumenden Flüssen und Wasserfällen.
Perak an der Westküste gehört zu den zentralen Bundesländern und verdankt seinen Namen "Silbern" den reichen Vorkommen an Zinn. Die Stadt Taiping und Umgebung ist noch sehr durch die Zeit des Zinnabbaus geprägt. In Perak gibt es gigantische Kalksteinfelsen mit Höhlentempeln, heiße Schwefelquellen, viel Obst, Erdnüsse - und durch den chinesischen Bevölkerungsanteil auch eine variantenreiche chinesische Küche. Das Stadtbild von Kuala Kangsar ist geprägt von Palästen und der eindrucksvollen Ubudiah-Moschee, während auf der "Sonneninsel" Pangkor pittoreske Fischerdörfer auf Pfählen stehen.
Selangor ist das am dichtesten besiedelte Bundesland und beheimatet mit Port Klang den größten Hafen Malaysias, zudem berühmt für seine Seafood-Restaurants. Im Naturschutzgebiet Taman Alam kann man zwischen Dschungel und Mangrovensümpfen seltene Vogelarten beobachten - und in den heiligen Batu-Höhlen geht es buchstäblich ins Landesinnere. Die Bundeshauptstadt Kuala Lumpur liegt inmitten Selangors. Im 19. Jahrhundert kamen erstmals malaiische Zinnsucher in das Gebiet, wo die Flüsse Gombak und Klang zusammen fließen. Eine moderne Metropole mit asiatischem Charme: Heutzutage bezaubert die "Gartenstadt der Lichter" durch ihre Baum-umsäumten Straßen, pulsierenden Geschäftszentren, architektonischen Kontraste und das nächtliche Lichtermeer.
Die südlichen Regionen
Südwestlich von Kuala Lumpur liegt das kleine Negeri Sembilan - es ist berühmt für die Architektur der Minangkabau, einem Volksstamm aus Sumatra, der vor Jahrhunderten hier herrschte. In der Hauptstadt Seremban wurden viele der alten Paläste in Museen umgewandelt. Und 30 Kilometer entfernt sprudeln die heißen Quellen von Pedas.
Hinduprinzen, Portugiesen, Holländer, Engländer und Japaner - sie alle hielten den blühenden Handelshafen Malakka nach einander besetzt. Ein polyglotter Mix verschiedener Kulturen, Rassen und Baustile macht heute den ureigenen Charme Malakka Citys aus. Hang Li Po's Quelle, das holländische Stadthuys, das Festungstor der Portugiesen und der Sultanspalast sind nur einige der touristischen Highlights. Natur satt bietet das riesige Regenwaldgebiet Air Keroh.
Johor liegt tief im Süden, geprägt von Ölpalmen, Kautschukbäume und Ananasplantagen. Modern geht es in der Landeshauptstadt zu: Die Staatsmoschee und der Sultanspalast sind nur einige Sehenswürdigkeiten von Johor Bahru. Über den so genannten Causeway kann man zudem direkt in die City von Singapur fahren. Und vor der Küste liegen kleine Tropeninseln mit traumhaften Sandstränden.
Sarawak und Sabah - die Regionen auf der Insel Borneo
Pfefferplantagen sind für Sarawak ebenso charakteristisch wie dichter Regenwald und Mangrovensümpfe. Von Orchideen bis Schmetterlingen - drei Nationalparks bewahren die exotischen Schönheiten. Im Massiv des Mulu-Berges befindet sich eines der längsten Höhlensysteme der Welt. In den Niah-Höhlen lebten Menschen bereits vor 40.000 Jahren.
Völkervielfalt in Sabah: 32 verschiedene Stammesgruppen leben noch heute nach ihren Traditionen. Das Pfahldorf Mengkabong ist von den Bajau über Wasser gebaut, die Rungus in ihrer farbenprächtigen Kleidung leben in Kudat. Der Berg Kinabalu prägt das Gesicht des Landes. Von Rhododendren bis zur Bergeiche - auf dem Weg zum Gipfel wandert man im Kinabalu Nationalpark durch fast alle Klimazonen. Und vor der Küste liegen Tauchreviere, von denen Enthusiasten träumen. Der Tunku Abdul Rahman Nationalpark im Meer schließt fünf idyllische Inseln ein.




