Aber welche Geräte gehen für den Supercomputer NinJo in die Luft und versorgen ihn mit Daten?
Radiosonden
Für die Wettervorhersage sind neben den Daten in Bodennähe auch die Bedingungen in den verschiedenen Höhen der Atmosphäre von Interesse. Heutzutage verwendet man für diese Messungen Radiosonden, die mit einem Ballon bis in 35 km Höhe aufsteigen.
Mit neun Stationen, von denen drei vollautomatisch sind, und zusätzlichen vier Stationen auf Handelsschiffen, startet der Deutsche Wetterdienst 7.700 Ballone pro Jahr. Druck, Temperatur und Feuchte der Luft werden beim Aufstieg gemessen und von den Radiosonden gefunkt. Richtung und Geschwindigkeit des Windes ergeben sich aus der Drift des Ballons.

... oder auch Aircraft Meteorological Data Relay. Seit 2006 ist der Deutsche Wetterdienst als blinder Passagier an Bord. Über die Flugsensoren des Flugzeugs erhält er Messdaten zu Umgebungsdruck, Temperatur und Fluggeschwindigkeit im Verhältnis zur Umgebungsluft. Das Flugzeugnavigationssystem fügt die genaue Position und die Geschwindigkeit hinzu. Daraus errechnet der Bordcomputer, wie schnell der Wind am jeweiligen Ort des Flugzeuges ist und in welche Richtung er weht. Insgesamt sind ca. 3.000 Verkehrsflugzeuge weltweit an diesen Messungen beteiligt.




