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Nationalparks in Irland
Bildquelle nicht angegeben
Reisen

Nationalparks in Irland

Irlands Nationalparks sind eine vergleichsweise junge Einrichtung. Das erste Schutzgebiet, der Killarney National Park, geht zwar auf eine Spende des Jahres 1932 zurück, aber die anderen Parks entstanden erst in den achtziger und neunziger Jahren. Vor dieser Zeit habe, heißt es unter Fachleuten, kaum jemand die…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Reisen
Artikelbild

Netzach / GFDL

Irlands Nationalparks sind eine vergleichsweise junge Einrichtung. Das erste Schutzgebiet, der Killarney National Park, geht zwar auf eine Spende des Jahres 1932 zurück, aber die anderen Parks entstanden erst in den achtziger und neunziger Jahren. Vor dieser Zeit habe, heißt es unter Fachleuten, kaum jemand die Notwendigkeit gesehen, große Landschaftsgebiete zu schützen. Sie waren in dem armen Land kaum bedroht, insbesondere jene schönen Wildnisgebiete, die man landschaftlich kaum nutzen konnte.

Heute sieht man, dass auch damals schon Fehler begangen wurden, beispielsweise im jüngsten Nationalpark in Mayo, wo zu viel Schafzucht zur Bodenerosion und zu viel Schadstoffe in den Gewässern zur Verringerung der Fischbestände geführt hatte. Im Wirtschaftsboom der neunziger Jahre erkannte Irland, das es seine oft einzigartige Landschaft schützen muss.

Das geschieht inzwischen konsequent, nachdem 1997 ein Gesetz erlassen wurde, das den Empfehlungen einer entsprechenden EU-Direktive folgt. Umgesetzt wird es von Dúchas, der staatlichen Organisation, die sowohl historische Zeugnisse wie Naturschutzgebiete betreut. Dúchas, eine Abteilung des Ministeriums für Kunst, Nationalerbe, die Inseln und die gälischsprachigen Landesteile, entstand ebenfalls 1997. Zuvor lag der Naturschutz beim Ministerium für öffentliche Arbeiten.

Killarney National Park

Herzstück des Parks bildet das rund 4.300 Hektar große Gut Muckross, das 1932 als Geschenk an den Staat überging. Er hat seither angrenzende Ländereien erworben, dadurch ist der Nationalpark heute 10.289 Hektar groß. In seinem Territorium liegen die berühmten, von Bergen und Wäldern gesäumten Seen von Killarney.

Artikelbild

BBCLCD / CC BY-SA 4.0

Der Park birgt aber auch ein kulturelles Erbe. Darunter befinden sich zwei einstige Herrenhäuser, Muckross House und Killarney House, und weitere historische Bauwerke wie Ross Castle oder Muckross Abbey. Auch die Muckross Gardens gehören zum geschichtlichen Erbe des Landes.

Ein Besucherzentrum mit audio-visueller Schau über den Park gibt es im Muckross House, das bei Führungen auch besichtigt werden kann. Nahebei am Walled Garden wurden ein Restaurant und Kunsthandwerksläden eingerichtet. Im Sommer gibt es drei weitere Infostationen im Park. Er wird von einer Reihe von Rad- und Wanderwegen durchzogen, Autos dürfen nur bis Muckross House fahren.

The Burren National Park

Der Burren ist eine der ungewöhnlichsten Landschaftsformen von Irland. Der graue Kalksteinrücken an der Westküste – zwischen Galway und den Cliffs of Moher – wirkt auf den ersten Blick wie eine Mondlandschaft. Kein Baum wächst auf dem porösen Fels, in dem alle Niederschläge schnell in die unterirdischen Wasseradern versickern.

Artikelbild

Netzach  / GFDL

Im Osten des Burren, wo das Wasser nicht so schnell versickert, gibt es einige Turloughs, temporäre Seen. Mit 1.673 Hektar ist dies seit 1991 der kleinste Nationalpark.

Connemara National Park

Der zweitälteste Nationalpark, entstanden 1980, ist mit 2.957 Hektar zugleich der zweitkleinste der Insel. Er erstreckt sich im nördlichen Connemara von der Küste bei Letterfrack bis zur Bergkette der Twelve Bens. Einige ihrer Gipfel liegen innerhalb des Parks.

Artikelbild

oiram / CC BY-SA 3.0

Das Besucherzentrum besteht aus einigen Ausstellungsräume und einem Aufenthaltsraum, in dem man bei schlechtem Wetter sein Picknick auspacken kann – eine Einrichtung, die von Schulklassen häufig genutzt wird. Am Zentrum beginnen einige Rundwanderwege unterschiedlicher Länge, zu denen Faltblätter mit Erklärungen zu Fauna und Flora ausliegen.
Die Ranger des Nationalparks bieten während der sommerlichen Hauptsaison verschiedene Führungen an. Diese sind vor allem an den Wochenenden sehr gefragt.

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