Die Magie des Lichts
Für Faszination sorgt schon die besondere Aura: Den ganzen Tag erstrahlt die "Küste des Lichts" im hellen Schein, der mit hoher Intensität von Afrika herüber dringt. Am Abend gibt es hier an der Küste Westandalusiens Sonnenuntergänge vom Feinsten. Die kann man besonders genießen bei ausgedehnten Wanderungen an den feinsandigen, goldschimmernden Stränden von Rota, Puerto de la Santa Maria, Novo Sancti Petri und Cádiz. Unweit bieten lichtdurchflutete Kiefernwälder und die typische Fischerorte angenehme Ruhepunkte zum Rasten und Entspannen. Und in einem der vielen einladenden Bars gibt es dann den Cortado, den typischen Cafe mit Schuss - mal mit Milch, mal weniger alkoholfrei.
Malerisches Hinterland
Neben den Stränden lockt das abwechslungsreiche Hinterland: Nichts Fremdes stört dort den malerischen Blick über sanfte Hügel, großzügig angelegte Felder, Haciendas und Weinberge. Man betreibt hier Stierzucht, Viehwirtschaft, pflanzt Korkeichen und Kastanienbäume. Eingebettet in Stein und Natur: Die Pueblos Blancos. Das vielleicht berühmteste der weißen Bergdörfer ist Arcos de la Frontera.
Rund 30 Kilometer hinter Jerez liegt dieser verträumte Ort mit seiner sehenswerten Basilika auf der Spitze eines steil aufragenden Felsens. Gleißend weißer Kalk, traditionell vergitterte Fenster, mit Blumentöpfen behängte Hauswände: Beim Flanieren durch das Labyrinth der gepflasterten Gassen wird man allerorts freundlich gegrüßt. Und doch bleibt man der merkwürdige Fremde. Laute Touristenkneipen, Massenführungen und Reisebusse: Fehlanzeige.
Cádiz – Geschichte und Lebensfreude
Empfehlenswert ist auch ein Abstecher in die nahe gelegene Provinzhauptstadt Cádiz. Die Hafenstadt wurde vor dreitausend Jahren von den Phöniziern gegründet. Hier ist Geschichte förmlich zu greifen: Zwischen alten barocken Fassaden, auf bunten Basaren, den Plätzen mit den vielen Brunnen, in Parkanlagen und den Gassen rund um die monumentale Kathedrale. Liberalismus und Weltoffenheit prägen hier das Leben.
Nach langen Jahren nahe der Bedeutungslosigkeit ist Cádiz heute wieder einer der wichtigsten Häfen Spaniens. Dennoch herrscht hier nicht das geschäftstüchtige Treiben wie andernorts in prosperierenden Orten der andalusischen Küste. Unbedingt besuchen: Playa de la Victoria, den mehr als drei Kilometer langen Stadtstrand, der größte in Europa. Von hier aus brach Kolumbus im Oktober 1493 zu seiner zweiten Amerikafahrt auf.




