Was sonst auf den Tisch kommt, ist so vielfältig wie die Wurzeln der brasilianischen Kultur:
Der Norden liebt Gerichte aus der Indio-Küche wie „carurú“ (scharf angebratene Krabben in einer Soße aus rotem Pfeffer, Okra, Zwiebeln, Tomaten, Chili und dem Öl der Palmfrucht „dendê“) oder „tacacá“ (eine Suppe aus Maniok-Saft mit Krabben und den brennnesselähnlichen „jambu“-Blättern).
Die Küche von Salvador da Bahia im Nordosten ist am stärksten afrikanisch beeinflusst. Berühmt sind z.B. „vatapá“ (ein Brei aus eingeweichtem Weißbrot mit Fisch, Nüssen, getrockneten Krabben, Kokosmilch und Palmöl) oder „moqueca“. „Sop“ heißt sowohl ein Fischeintopf mit Palmöl und Kokosnüssen als auch eine in Bananenblätter gewickelte, getrocknete Fischmasse.
- Im Süden, wo sich viele Einwanderer aus Deutschland, Holland oder Italien angesiedelt haben, findet man überraschend vertraute Namen wie „esparguete“, Spaghetti, oder „floresta negra“ – die brasilianische Variante der Schwarzwälder Kirschtorte.
Ein beliebtes Touristenspektakel ist schließlich „Rodizio“: Auf offenem Feuer grillen verschiedene Fleischspieße - von Huhn über Lamm bis zum Rindersteak. Die Kellner gehen damit rund und man kann sich nach Herzenslaune auftischen lassen. Am Tisch steht eine „Fleischampel“. Wer genug hat, stellt diese von grün auf rot. Unser Tipp: Sparen Sie sich etwas Appetit auf – die besten Fleischstückchen kommen zuletzt.
Rezept „Feijoada Brasileira“
1 kg schwarze Bohnen
400 g gemischtes Gulasch
ca. 200 g Kasseler Rippchen
1 Schweinefüßchen, Öhrchen oder Schwänzchen (macht die Soße schön sämig, kann aber nach dem Kochen aus dem Topf entfernt werden)
200 g geräucherter Bauchspeck
200 g fette Räucherwurst (z.B. Rauchenden, spanische Chorizo oder Cabanossi)
3 Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
gemahlener Kreuzkümmel (frisch), frisches Koriandergrün (gibt’s im Asienshop), Salz, Pfeffer aus der Mühle, Weinessig
Zubereitung:Am Vortag Bohnen waschen und über Nacht in ausreichend Wasser quellen lassen. Fleisch in eine Marinade aus 2 Esslöffeln Essig, 2 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer einlegen.
Bei der aufwändigen Zubereitung lohnt es sich, ein wenig mehr von der „feijoada“ zu kochen. Außerdem schmeckt sie am nächsten Tag gleich noch besser...
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