
Übrigens ist es kein Zufall, dass gerade die heißen Länder feuriges Essen lieben. Der Scharfmacher Capsaicin hat eine willkommene Nebenwirkung. Er tötet Krankheitserreger in Magen und Darm. In Togo sind Kühlschränke ein Luxusgut, das sich nur wenige Reiche in den Städten leisten können. Deshalb ist auch der Fisch meist auf traditionelle Weise haltbar gemacht: eingesalzen und gedörrt.
Pfeffer und Salz machen Durst. Den stillt man in Togo mit „Liha“. So heißt ein alkoholfreies Malzbier, welches die Frauen zuhause selbst herstellen. Oder mit einem echt Kulmbacher EKU. Das kommt nicht über den großen Teich, sondern wird im Land selbst gebraut. Die bayerischen Braumeister leisteten mit ihrem Know How Hilfe zur Selbsthilfe.
Bei den wirklich harten Sachen brauchen die Togolesen allerdings keine Nachhilfe. Ihren 70%igen „Sodabi“ brennen sie nach alter Tradition aus allerlei verschiedenen Zutaten, darunter auch Mais. Wie gesagt: die afrikanischen Grundnahrungsmittel sind äußerst vielfältig in der Zubereitung.
Rezept: Togolesische „Chips“

Zutaten (gibt es in Afro-Asien-Shops):
300 g Yams
2 unreife Kochbananen
Pflanzenöl
Zubereitung:
Yams und Bananen schälen. Yams in dünne Scheibchen, Kochbananen in fingerdicke Scheiben schneiden.
Alle Zutaten zehn Minuten in Salzwasser legen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Öl erhitzen. Zur Probe den Stiel eines Holz-Kochlöffels ins Fett halten. Wenn sich kleine Bläschen darum bilden, ist das Fett heiß.
Yams und Bananen im heißen Öl knusprig frittieren. Heiß servieren.
Dazu schmeckt eine Sauce aus gehackten Zwiebeln, Tomaten und Chili.




