Unter den zehn ölreichsten Ländern finden sich neben Saudi-Arabien auch der Iran, der Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Gerade dort hat die Zeit nach dem Öl längst begonnen. Dubai und Abu Dhabi sind die beiden größten unter sieben Kleinstaaten am Golf, welche sich 1971 zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen haben. Beide befinden sich auf dem Weg zu einem internationalen Tourismus-, Handels- und Finanzzentrum.
Dubai beeindruckte die Welt bereits 1999 mit dem als Segel gestalteten Luxushotel Burj Al Arab auf einer künstlichen Insel und 2007 mit dem größten Gebäude der Welt, dem auf eine Höhe von mehr als 700 m angelegten Burj Dubai. Auch das größte Einkaufszentrum und der größte Vergnügungspark der Welt sollen in Dubai entstehen.
Abu Dhabi trumpft auf
Abu Dhabi trumpft dafür mit Kultur auf: Führende Architekten wurden beauftragt, Opernhäuser, Konzertsäle, eine Dependance des New Yorker Guggenheim-Museums und ein Kunstmuseum zu errichten, welches mit Exponaten aus dem Pariser Louvre, dem Centre Pompidou und anderen französischen Museen bestückt werden soll. Die großen Standortvorteile wie niedrige Energiekosten, reichlich vorhandenes Kapital und minimale Steuern haben in den Staaten auf der Arabischen Halbinsel auch die Gründung erfolgreich arbeitender Luftfahrtgesellschaften begünstigt. Vor allem Emirates Airlines (Dubai) macht auf den Strecken zwischen Europa und dem Fernen Osten den europäischen Airlines erfolgreich Konkurrenz.
Prominenter TV-Sender
Der wichtigste unabhängige Fernsehsender der arabischen Welt nahm im Herbst 1996 in Doha im Emirat Katar seine Arbeit auf: Der Sender Al-Dschasira erfreut sich beim Publikum in der arabischen Welt großer Beliebtheit. Er praktiziert einen vergleichsweise liberalen TV-Journalismus und lässt dabei auch kritische Meinungen zu Wort kommen, was der katarischen Herrscherfamilie Al Thani schon häufiger die Kritik autokratischer Nachbarstaaten eingetragen hat.




