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Urlaub mit gutem Gewissen: Tipps für das umweltverträgliche Reisen
Bildquelle nicht angegeben
Reisen

Urlaub mit gutem Gewissen: Tipps für das umweltverträgliche Reisen

Wir Deutschen sind Reiseweltmeister: Millionen von uns zieht es alljährlich zum Urlaub in fremde Gefilde. Doch unser Tourismus hinterlässt Spuren: Schon unsere Reise zum Zielort kann beträchtliche Menge des Treibhausgases CO2 freisetzen, und für die Urlaubsregionen bedeutet es oft mehr Müll, mehr Zersiedelung, mehr…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Reisen

Wir Deutschen sind Reiseweltmeister: Millionen von uns zieht es alljährlich zum Urlaub in fremde Gefilde. Doch unser Tourismus hinterlässt Spuren: Schon unsere Reise zum Zielort kann beträchtliche Menge des Treibhausgases CO2 freisetzen, und für die Urlaubsregionen bedeutet es oft mehr Müll, mehr Zersiedelung, mehr Wasser- und Ressourcenverbrauch und mehr Verkehr. Andererseits profitieren die Wirtschaft und die Menschen in den Urlaubsgebieten natürlich auch von unserem Besuch, schließlich lassen wir ja auch reichlich Geld da.

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Quelle: Nachhaltigkeitsrat

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Nachhaltigkeitsrat/Christof Rieken

Der wichtigste Punkt auf dem Klimakonto unserer Urlaubsreise ist die Anreise – sie schlägt in puncto Treibhausgas-Ausstoß und Energieverbrauch besonders stark zu Buche. Rund 85 Prozent aller Urlaubsreisen tätigen die Deutschen dabei mit den wenig nachhaltigen Verkehrsmitteln Auto und Flugzeug, Tendenz steigend. Gerade im Sommer trägt die Blechlawine jedoch neben dem hohen Energieverbrauch zur klima- und gesundheitsschädlichen Ozonbelastung der Luft bei – von Stress und Unfallgefahr ganz zu schweigen.

Sinnvoll ist es daher beispielsweise, mit dem Zug oder Bus zum Urlaub an die deutsche Küste oder in die Alpen zu fahren, statt das eigene Auto. Viele Urlaubsorte sind bequem per Zug und/oder Bus zu erreichen, die Reisenden können zudem problemlos das Fahrrad mitnehmen. So sind sie am Urlaubsort mobil und umweltfreundlich unterwegs.

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Nachhaltigkeitsrat / Christof Rieken

Wenn das Ziel zu weit entfernt liegt, um ohne Flug erreicht zu werden, dann kann man dem Klima auf andere Weise helfen: Gleichen Sie die Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen, die durch Ihren Flug produziert werden, durch Unterstützung eines Klimaprojekts wieder aus. Das geht bei vielen Flugbuchungen ganz einfach: Ein Klick auf einen entsprechenden Button genügt und es wird automatisch je nach CO2-Ausstoß Ihrer Reise ein bestimmter Obolus für ein Projekt mit abgezogen und gespendet. Wirkungsvolle Projekte zur CO2-Kompensation erkennt man am Siegel „The Gold Standard“.

Wer sich selbst und der Umwelt etwas Gutes tun möchte, der sollte auch auf die Verhältnismäßigkeit achten: Muss ich wirklich für einen Kurzurlaub von nur ein paar Tagen um die halbe Welt fliegen? Oder tut es da vielleicht auch ein näheres Ziel, das ohne Flug erreichbar ist? Immerhin stößt ein Flugzeug auf einer Strecke von 100 Kilometern mehr als doppelt so viel CO2 pro Person aus wie ein Pkw und sogar fast zehnmal so viel wie ein Zug. Die Umweltschutzorganisation WWF empfiehlt daher, bei Entfernung unter 700 Kilometern gar nicht zu fliegen und ab dieser Entfernung mindestens acht Tage Aufenthalt einzuplanen. Wer mehr als 2.000 Kilometer zurücklegt, der sollte dann schon 14 Tage vor Ort bleiben.

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