Vielfältiges Landschaftsbild in Südafrika
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Vielfältiges Landschaftsbild in Südafrika

Bild: Foto: ubahnverleih, CC0, via Wikimedia Commons

Den größten Teil des Landes nehmen ausgedehnte Hochflächen ein, die von hohen Randstufen umrahmt und somit gegen das Küstenland abgegrenzt werden. Der südafrikanische Block, Teil der großen Afrikanischen Tafel, besteht aus Gneisen, kristallinen Schiefern und Graniten, die zu den ältesten der Erde gehören. Von nur niedrigen Höhenzügen durchschnitten und gelegentlichen Bergkegeln (Kopjes) überragt, erreicht das muldenförmige Binnenhochland mittlere Höhen um 1000m. Von den Magaliesbergen senkt sich das Land langsam im Bosveld nach Norden zur Niederung des Limpopo. Gegen Süden und Südwesten leitet das Highveld allmählich zur Oberen Karoo (Karru) und zum Kalaharibecken über. Nach außen hin fällt das Plateau in großen Randstufen steil zum meist schmalen, wenig gegliederten Küstenraum ab. Die Große Randstufe (Great Escarpment) ist keine Bruchstufe, sondern entlang einer weiträumigen Verbiegung der Gesteinsschichten durch die abtragende Kraft des fließenden Wassers herausgearbeitet worden. Diese Abtragungsstufe bildet verschiedenartige Landschaftsformen aus und besitzt ihr markantestes Erscheinungsbild im Osten des Landes. Dort, wo harte Basaltschichten die Abtragung verzögern, erheben sich die - wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem gezackten Drachenrücken genannten "Drakensberge" bis über 3000m.

Die Natur

Den größten Teil des Landes nehmen ausgedehnte Hochflächen ein, die von hohen Randstufen umrahmt und somit gegen das Küstenland abgegrenzt werden. Der südafrikanische Block, Teil der großen Afrikanischen Tafel, besteht aus Gneisen, kristallinen Schiefern und Graniten, die zu den ältesten der Erde gehören. Von nur niedrigen Höhenzügen durchschnitten und gelegentlichen Bergkegeln (Kopjes) überragt, erreicht das muldenförmige Binnenhochland mittlere Höhen um 1000m. Von den Magaliesbergen senkt sich das Land langsam im Bosveld nach Norden zur Niederung des Limpopo. Gegen Süden und Südwesten leitet das Highveld allmählich zur Oberen Karoo (Karru) und zum Kalaharibecken über. Nach außen hin fällt das Plateau in großen Randstufen steil zum meist schmalen, wenig gegliederten Küstenraum ab. Die Große Randstufe (Great Escarpment) ist keine Bruchstufe, sondern entlang einer weiträumigen Verbiegung der Gesteinsschichten durch die abtragende Kraft des fließenden Wassers herausgearbeitet worden. Diese Abtragungsstufe bildet verschiedenartige Landschaftsformen aus und besitzt ihr markantestes Erscheinungsbild im Osten des Landes. Dort, wo harte Basaltschichten die Abtragung verzögern, erheben sich die - wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem gezackten Drachenrücken genannten "Drakensberge" bis über 3000m.

Im Nordosten, zwischen der Großen Randstufe und den Lebombobergen, erstreckt sich das Lowveld. Die südliche Abdachung wird durch ein stark abgetragenes Faltengebirge gegliedert, das in den "Swartbergen" 2325m erreicht. Zwischen den Kapketten sind die Beckenlandschaften der Großen und Kleinen Karoo eingelagert. Vom Hochplateau isoliert erhebt sich aus der Kapebene das 1088m hohe Sandsteinmassiv des Tafelbergs, an dessen Fuß Kapstadt liegt.

Klima und Vegetation

Südafrika liegt im Bereich des Trockengürtels, der die Erde entlang des südlichen Wendekreises umspannt. Das Klima ist im Allgemeinen subtropisch mit langen Trockenzeiten und durch die Höhenlage gemilderten Temperaturen. Da in Südafrika nicht der Westwind vom Atlantik, sondern der Ostwind vom Indischen Ozean der Hauptregenbringer ist, nehmen die Niederschläge - und somit auch die Üppigkeit der Pflanzenwelt - generell von Osten nach Westen ab. Im östlichen Hochland, vor allem an der steil aufragenden Großen Randstufe, regnen sich die feuchten Luftmassen ab. Für das jenseits der Berge gelegene Landesinnere bleibt nur wenig Regen übrig.

Gedeihen an der Küste Natals noch Palmen, sind die Randberge der Küstenzone zumindest vereinzelt noch von Wald bedeckt, so ist das innere Hochland nahezu baumlos. Im Osten des Hochlandes bestimmen - da die winterliche Kälte den Bäumen das Überleben erschwert - weite Grasfluren, in Südafrika "Veld" genannt, das Landschaftsbild. Im westlichen Hochland, in der Oberen Karoo - in der Sprache der Nama "Gebiet ohne Wasser"- gedeiht nur dürftige Trockenvegetation, überwiegend niedrige dornenbewehrte Büsche und wasserspeichernde Sukkulenten. An der Westküste erstreckt sich ödeste Wüste. Nur im Randbereich der winterfeuchten Kapprovinz ändert sich das Bild. Mehrere tausend Pflanzenarten, von denen manche einige Meter hoch wachsen, bestimmen hier die Landschaft.

An der Grenze zu Moçambique dehnt sich eine weite, durch Eingriffe des Menschen kaum veränderte Savannenlandschaft aus, in der zahlreiche Wildtiere beheimatet sind. Seit 1898 steht das Gebiet, heute als Krüger-Nationalpark bekannt, unter besonderem Schutz. In den übrigen Teilen des Landes ist hingegen der Bestand an größeren wild lebenden Tieren aufgrund der fortschreitenden Besiedlung durch den Menschen stark zurückgegangen. Selbst das südafrikanische Wappentier, der früher in riesigen Herden umherziehende Springbock, ist außerhalb der Nationalparks selten geworden.

Der Oranje ist der wichtigste Wasserspender des Landes

Nahezu überall in Südafrika ist das Wasser, die Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch, begrenzt. Regenmangel ist chronisch, Dürrephasen treten periodisch auf und die Verwüstung schreitet voran. Grundwasser in großen Mengen findet sich nur in der Provinz Transvaal und an der Kapküste. Im Westen des Landes liegen die Flussbetten oft monate- oder sogar jahrelang trocken. Ganzjährig Wasser führen lediglich die Flüsse der Gebirgsregionen im Osten und Süden des Landes.

Der Oranje, dessen Quellflüsse im Bergland Lesothos entspringen, ist der größte Fluss des Landes. Den trockenen Westen durchfließt er als so genannter Fremdlingsfluss: hier verliert er durch Verdunstung einen großen Teil seines Wassers, bevor er nach mehr als 2000km als Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika in den Atlantik mündet.

Der Oranje ist der wichtigste Wasserspender des Landes. Drei riesige Dämme stauen den Fluss, sodass das kostbare Nass für den Bedarf der Landwirtschaft und zur Elektrizitätsgewinnung genutzt werden kann. Mit Hilfe von Fernleitungen, Tunnels und Kanalsystemen soll künftig noch mehr Land in die Bewässerung einbezogen werden. Dennoch wird Wasser auch in Zukunft knapp bleiben und die Lösung des Wasserproblems wird sich langfristig wohl nur in enger Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten lösen lassen.

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