Rangertouren und Kunstwanderungen
Wandern ist für Kinder langweilig? Im Gegenteil: Geführte "Ranger"-Wanderungen wie beispielsweise in der Ferienregion Seiser Alm lassen den Aufenthalt in der Natur zu einer Entdeckungsreise für die ganze Familie werden. Wie leben nachtaktive Tiere? Welche Tiere sind in Südtiroler Gewässern zu Hause und was gibt es Interessantes über die heimische Insektenwelt zu erfahren? Ein Ranger nimmt die kleinen Entdecker mit auf große Tour und zeigt ihnen den Lebensraum von Wasser- und Waldbewohnern. Wer es lieber mystisch mag, kann mit Hexe Martha auf einer Wanderung die Welt der Schlernhexen erkunden, sich bei einem Besuch auf Schloss Prösels ins Mittelalter verzaubern lassen oder mit ihr in der Natur auf Kräutersuche gehen.
Kunst und Natur verschmelzen bei der spektakulären Vier-Seen-Kunstwanderung in Zell am See. Der Bergrücken der Schmittenhöhe auf 2.000 Metern Höhe wird dabei zu Europas größtem Freiluft-Kunstraum. Auf 18 Hektar sind 27 Großskulpturen, zum größten Teil aus heimischen Materialien wie Holz, Keramik und Stein gefertigt, in einer permanenten Ausstellung zu sehen.
Auf historischen Pfaden
Im italienischen Livigno warten alte, verschlungene Schmugglerpfade darauf, entdeckt zu werden. Contrabandieri nennen sie die Einheimischen. Diese Wege reichen in eine Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg zurück, wo zwischen Italien und der Schweiz die Schmuggler unterwegs waren, um ihr geringes Einkommen mit illegalem Handel aufzubessern. Da sie sich natürlich besonders abgelegene Routen suchten, bieten die geschichtsträchtigen Wanderungen — wie zum Beispiel die ins Val Mora — eindrucksvolle Naturerlebnisse.
In der Schweiz können wir sogar wandern wie vor 4.000 Jahren: Bereits seit 1889 tragen die unverkennbaren Bahnlinien der Rhätischen Bahn zum Charme Graubündens bei. Geschichtsträchtig wird es bei einer Wanderung entlang der Albulalinie. Die Via Spluga, ein 65 Kilometer langer Kultur- und Weitwanderweg in den zentralen Alpen, führt von der Schweiz in das italienische Chiavenna. Die ursprüngliche Bausubstanz der Via Spluga aus der Bronzezeit ist noch heute zu einem großen Teil erhalten. Zu den besonderen Highlights der Strecke gehören das "Verlorene Loch", die erste Fahrstraße der Bündner Alpen aus dem 19. Jahrhundert, sowie die St. Martin-Kirche aus dem 12. Jahrhundert in Zillis.
Mediterranes Genusswandern
Als Geheimtipp unter Wanderfans rangiert Mallorca, die größte Insel der Balearen. Sonne, Meer und mediterrane Landschaft sorgen für ein einmaliges Panorama und perfekte Fotomotive. Abseits vom Massentourismus schlängeln sich Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden durch das Hinterland. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und bepackt mit ausreichend Wasser und Verpflegung geht es beispielsweise zur Marmorbucht oder auf den Kettenweg nordwestlich von Valldemossa.
Bei einem Urlaub an der Lykischen Küste in der Türkei denken die meisten vor allem an Sonne, Meer und Strand. Doch die Region bietet auch herrliche Wanderwege mit traumhaften Aussichten, die zum großen Teil noch völlig unbekannt sind. Durch die Region führt auch der Lykien-Wanderweg, der mit seinen rund 500 Kilometern zu den zehn längsten und schönsten Wanderrouten der Welt zählt und das antike Lykien zwischen Taurusgebirge und Mittelmeer erschließt. Unbeschreibliche Landschaften, Reste antiker Stätten, unberührte Natur und traumhafte Aussichten machen diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.
Auch in Griechenland kann man sich gut auf Schusters Rappen begeben: Der Küstenwanderweg zwischen dem Sani Resort und dem Dorf Siviri gilt als einer der schönsten auf der Halbinsel Chalkidiki. Der etwa fünf Kilometer lange Weg folgt dem Küstenverlauf und schlängelt sich durch die Pinienwälder direkt oberhalb der Klippen. Unterwegs bieten sich einzigartige Ausblicke auf das türkis leuchtende Meer. Hier finden sich besondere Naturschätze, wie eine seltene Eiche im Tal von Kousoupia, und die Ausgrabungsstätte eines frühchristlichen Tempels.
Wattwandern und Leuchtturm-Kult
Bei Niedrigwasser bietet sich Wanderern die einmalige Gelegenheit, durch die Wunderwelt Wattenmeer zu laufen — und das am besten barfuß. Auf Wanderungen im Watt bei Hörnum auf Sylt spüren Urlauber die Sandrillen unter den Füßen und den Schlick zwischen den Zehen. Gäste können auch private Führungen in das Weltnaturerbe Wattenmeer buchen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum rot-weiß geringelten Hörnumer Leuchtturm.
Ein besonderer Leuchtturm wartet Wanderer auch im Ostseebad Kühlungsborn. Eine Wanderung zum Bastorfer Leuchtturm, Deutschlands höchstgelegenem Wegweiser für Schiffe, wird mit einem einmaligen Blick über die Ostsee belohnt. Die abwechslungsreiche Landschaft in und um Kühlungsborn ist ein echtes Paradies. Wer sich nicht alleine auf Achse machen will, trifft sich ganzjährig am Haus des Gastes zu geführten Wanderungen in der Region.




