Wie Till mit damaligen Fürsten und Geistlichen seine Scherze trieb und schelmisch durch die Städte zog, ist im berühmten Eulenspiegelbuch verewigt, das heute im gut sortierten Buchhandel immer noch erhältlich ist. Seit nunmehr 500 Jahren lachen Jung und Alt darüber, wie Eulenspiegel sich als Kind gleich dreimal taufen lassen muss, wie er zum Seiltänzer wird, einem Esel das Lesen beibringt und von Ort zu Ort zieht und sich dabei gerne als Handwerksgeselle ausgibt, obwohl er vom Schneidern, Backen oder Zimmerhandwerk keine Ahnung hat.
Till Eulenspiegel taucht in der europäischen Literatur immer wieder auf: Es existieren Neubearbeitungen und Nachdichtungen von H. Sachs, J. Nestroy, G. Hauptmann, E. Kästner, C. Wolf und außerdem eine sinfonische Dichtung von R. Strauss. In vielen Kulturen existiert ein »Pendant« zum deutschen Till Eulenspiegel: In der Türkei heißt Eulenspiegel beispielsweise Hodscha Nasreddin, in der jüdischen Kultur ist er unter dem Namen Hersch Ostropoler bekannt.
Im niedersächsischen Schöppenstedt gibt es sogar ein Till Eulenspiegel-Museum, in dem man noch mehr erfahren kann.




