War der »Alte Fritz« ein einsamer Streiter?

War der »Alte Fritz« ein einsamer Streiter? Ja, denn für ein Familienleben blieb dem rastlosen Staatsmann und umtriebigen Publizisten (»Antimachiavell«, »Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg«) kaum Zeit. Von seiner Ehefrau Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel lebte der Monarch fast immer getrennt und blieb kinderlos. Im Alter vereinsamte er und verfolgte mit großer Sorge die Entwicklung seines Neffen und Nachfolgers Friedrich Wilhelm II. So ging es auch seinen Untertanen. Zu sehr hatten sie den »Alten Fritz«, wie sie den König wegen seiner knurrigen Fürsorglichkeit nannten, in seiner Selbstlosigkeit, Unbestechlichkeit und geistigen Souveränität achten, ja, lieben gelernt. Am 17. August 1786 starb Friedrich der Große auf Schloss Sanssouci.