Welche Geisteshaltung zeichnet New-Age- Anhänger aus?

Welche Geisteshaltung zeichnet New-Age- Anhänger aus? Die New-Age-Bewegung hat den Impuls der in den 1960er und 1970er Jahren herrschenden gesellschaftlichen Aufbruchstimmung aufgenommen. Man wollte neben den gesellschaftlichen Utopien auch die religiöse Utopie einer Welt schaffen, in der die Menschen in gleichberechtigter Freiheit, Liebe und Selbstverwirklichung leben können. Dabei war im religiösen Leben nicht mehr der Glaube an eine himmlische Macht, sondern erfahrbare Spiritualität gefragt. Der traditionelle Glaube an eine oder mehrere Gottheiten wird als von außen verordnete Religion abgelehnt. Im Zentrum der verschiedensten Richtungen der neuen Bewegung steht ein monistisches – also nichtdualistisches – Weltbild. Keine äußere Kraft bewegt das Universum, sondern eine alles durchdringende Einheit, die letztlich mit dem eigenen Selbst identisch ist. Dabei versteht sich das Denken des New Age nicht statisch, sondern evolutionär. Ein Quantensprung der spirituellen Entwicklung wird erwartet und damit eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft zum Positiven.