Je echter, desto besser?
Je echter, desto besser? Das scheint die zeitgenössische Maxime zu sein, was den Rückgriff auf ethnische Traditionen und den Retro-Sound betrifft. Neben den synthetisch fabrizierten Produkten der Post-Techno-Ära, den DJ-Collagen und den zielgruppenspezifischen Klangidyllen (produziert von Boy- und Girlgroups wie Tokio Hotel oder den Sugababes , Schlagersängern wie Roland Kaiser oder Andrea Berg , volkstümlichen Musikanten wie Hansi Hinterseer ) sind vor allem die »handgemachten« Genres im Trend. »Weltmusik« aus der Karibik, Südamerika und Afrika, dazu die Verknüpfung regionaler Traditionen etwa des spanischen Flamenco ( Gipsy Kings ), des algerischen Rai oder des Türkpop ( Sezen Aksu ) mit den Formen des Rock 'n' Roll sorgen für ungewohnte Soundnuancen im amerikanisch dominierten Weltmarkt.