Woher kommen die Erinnerungen?

Woher kommen die Erinnerungen? Aus den Tiefen (und Untiefen) des sich erinnernden Bewusstseins: »Was wir Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen, die der Schriftsteller wiederfinden muss.« Oftmals wird diese Erinnerung im Roman bewusst provoziert. Manchmal aber kommt sie unwillkürlich als eine Art imaginäres Déjà-vu: Beim Anblick dreier Bäume bei Balbec etwa, dem Betasten einer Serviette oder dem Klang eines an Porzellan geschlagenen Löffels. Diese Passagen einer »mémoire involontaire« haben Prousts Meisterwerk berühmt gemacht.