Wie war das Echo in der Öffentlichkeit?

Wie war das Echo in der Öffentlichkeit? Die Kritik reagierte so unterschiedlich wie das Publikum in der Berliner Philharmonie bei der Uraufführung der »Variationen für Orchester« von Arnold Schönberg am 2. Dezember 1928. Von »Empörung über die erlittenen Qualen« und der »musikalischen Mathematik eines von einer verstiegenen Idee Besessenen« sprach man, andere rühmten »die Fantasie, mit der sich Schönberg seine eigene Welt aufbaut«, und erklärten trotzig: »Die Hörer sind es, die sich als Prüflinge fühlen müssten, ob sie vor dem Werk bestehen.« Kein Zweifel, dieses op. 31, Schönbergs erste zwölftönige Orchesterkomposition, war in jeglichem Sinne »unerhört«.