Wissensbibliothek
Weshalb sind Schmetterlingsflügel bunt?
Die auffälligen Warn- und unauffälligen Tarnfarben der Schmetterlingsflügel sind teils auf Farbstoffe in den Schuppen oder in der Flügelhaut und teils auf die Lichtbrechung an den Strukturen der Schuppen (Schiller- oder Strukturfarben) zurückzuführen.
In den Schuppen erzeugen Carotine und Pterine rote, gelbe und weiße Farbtöne, Melanine in der Flügelhaut sorgen für Braun und Schwarz. Diese Stoffe werden von den Tieren entweder selbst hergestellt oder aus den verzehrten Pflanzen übernommen.
Schillerfarben entstehen dagegen durch die Brechung und Interferenz des einfallenden Lichts in den Schuppen, die aus mehreren durchsichtigen Lamellen aufgebaut sind. Wie ein Prisma spalten sie das weiße Tageslicht in Spektralfarben auf. Die einzelnen Strahlen werden zum Teil an der Grenzfläche zur folgenden Lamelle reflektiert, zum Teil dringen sie tiefer in die Schuppe ein und werden erst an einer der nächsten Lamellengrenzflächen zurückgeworfen. Die reflektierten Strahlen bestimmter Wellenlängen löschen sich gegenseitig aus, während sich andere verstärken. Welche Farbe das Licht hat, das die Schuppe schließlich wieder verlässt, hängt vom Einfallswinkel ab. So kommt es, dass z. B. die Flügel eines Uraniafalters je nach Stellung in unterschiedlichen Farben schillern.

Elektronenwirbel im Graphen
In dem zweidimensionalen Kohlenstoffmaterial Graphen verhalten sich Elektronen anders als normal: Sie bewegen sich wie eine Flüssigkeit und können auch Wirbel bilden. Solche Elektronenwirbel im Graphen haben Physiker nun erstmals direkt sichtbar gemacht. Dies gelang ihnen mit Hilfe eines hochauflösenden Quanten-Magnetfeldsensors...

Im Zentrum der frühen Kelten-Dynastien standen Frauen
Die Kelten lebten einst in weiten Teilen West- und Mittelosteuropas. Die Eliten ihrer Gesellschaften wurden dabei offenbar von Frauen dominiert, wie Archäologen anhand von DNA-Spuren aus Grabhügeln in Baden-Württemberg herausgefunden haben. Die Macht war demnach in matrilinearen Dynastien organisiert. Die Ergebnisse geben...