21. 4. 1996

21. 4. 1996 Italien Der Erfolg des Mitte-Links-Bündnisses „Ulivo“ (Olivenbaum) unter Führung des parteilosen Wirtschaftsprofessors Romano Prodi bei den vorgezogenen Parlamentswahlen wird in Italien vielerorts als historische Wende gefeiert. Die aus der ehemals eurokommunistischen KP hervorgegangene Sozialdemokratische Partei (PDS) hat als stärkste Gruppierung (21%) an dem ersten, wenn auch sehr knappen Wahlsieg den bedeutendsten Anteil am Sieg. Die von dem früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführte Rechtsallianz „Polo della libert ć “ erleidet dagegen eine deutliche Niederlage. Zur Bildung einer parlamentarischen Mehrheit für seine Regierung ist Prodi auf die Unterstützung der Altkommunisten angewiesen. Am 28.5. wird sein Kabinett, das 55. der Nachkriegszeit, vereidigt.