Ende des 15. Jahrhunderts

Ende des 15. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropa Neue, rigide Agrargesetze begründen die 2. Leibeigenschaft. Sie binden die Bauern an die Scholle und berauben sie der Freizügigkeit. Betroffen ist in der Regel die gesamte Familie. Hintergrund der Entwicklung ist die enorme Ausdehnung des Getreideanbaus, insbesondere östlich der Elbe. Die Gutsherren beliefern damit die wohlhabenden, stadtreichen westlichen Gebiete und erzielen außerordentliche Gewinnmargen. Durch die „Agrarsklaverei“ sichern sie die Produktion und durch die Schollenbindung der Familie die Nachfolge der Agrararbeiter.