Mussolinis Marsch auf Rom
Daten der Weltgeschichte Mussolinis Marsch auf Rom Bertelsmann Lexikon Verlag Mussolinis Marsch auf Rom Faschisten greifen nach der Macht Auf dem Höhepunkt einer terroristischen Gewaltwelle gegen Sozialisten und Kommunisten erzwingt der Faschistenführer Benito Mussolini seine Machtübernahme in Italien. Faschistische Kampfbünde marschieren auf die italienische Hauptstadt. Die Androhung von Gewalt veranlasst König Viktor Emanuel III. am 29. Oktober, den Faschistenführer Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten zu ernennen. Als sich die von den Sammelpunkten Civitavecchia, Monterotondo und Tivoli aufbrechenden 40 000 Faschisten Rom nähern, tritt Ministerpräsident Luigi Facta zurück. Sein vorläufiger Amtsnachfolger Antonio Salandra trägt dem König vergeblich die Ausrufung des Belagerungszustandes und eine Verteidigung der Stadt mit militärischen Mitteln an. Viktor Emanuel III. verspricht sich von einem Bündnis mit den Faschisten mehr Chancen für den Fortbestand der Monarchie als durch ihre Bekämpfung. Auch Militär, Wirtschaft, Industrie und weite Teile des Bürgertums, die den Autoritätsanspruch Mussolinis für die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen nutzen wollen, unterstützen die Faschisten. Die Bevölkerung erhofft sich von der neuen Bewegung einen Ausweg aus der seit Kriegsende herrschenden Wirtschaftskrise. Sozialisten und Kommunisten verlieren aufgrund der sich verstärkenden Auseinandersetzungen in der Linken Anhänger. Mussolinis Marsch auf Rom