Besonders gefährlich wird es, wenn innerhalb einer Schneedecke “schwache Zwischenschichten“ auftreten, die millimeterdünn sein können. Sie können beispielsweise aus → “Schwimmschnee“ oder eingeschneitem Oberflächenreif bestehen und heben die Scherfestigkeit in der Schneedecke praktisch wie ein Kugellager auf. Eine Schneeschicht über einer schwachen Schicht wird dann nur noch von der Zug- und Druckfestigkeit an ihrem oberen und unteren Ende gehalten. Belastungen der Schneedecke durch Skifahrer oder Erschütterungen können in dieser Situation einen Scherriss und damit eine Schneebrettlawine auslösen. Daher bilden aufgegrabene Schneeprofile eine wesentliche Basis für die Beurteilung der Lawinengefahr. Am Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung im schweizerischen Davos hat man zudem spezielle Penetrometer entwickelt, durch die auch ohne Grabungen Schwachschichten erfasst werden können.




