abs ụ rdes Theater

eine um 1950 entstandene Form des modernen Theaters, in der in parabelhafter Form die Welt und die menschliche Existenz als sinnentleert gezeigt wird. Das absurde Theater verzichtet auf durchgängige, logische Handlung, psychologisch begründete Figuren sowie auf zeitliche und örtliche Fixierungen. Dialoge dienen nicht der Verständigung der Charaktere, sondern einem banalen, ziellosen Reden. Dramaturgische Mittel sind hintergründige Komik, Übertreibung ins Groteske, Sprachlosigkeit und Pantomime. Vorformen finden sich im 19. Jahrhundert bei A. Jarry u. G. Apollinaire, in Deutschland bei C. D. Grabbe und G. Büchner; Einflüsse kommen aus dem Dadaismus, Surrealismus und dem französischen Existenzialismus; doch erst nach dem 2. Weltkrieg gelangte das absurde Theater zu einer breiten Wirkung. Zu seinen prominentesten Vertretern gehören der Ire S. Beckett, die Franzosen E. Ionesco und J. Tardieu, der Engländer H. Pinter, der Tscheche V. Havel und der Pole S. Mrozek; im deutschsprachigen Raum arbeiteten F. Dürrenmatt, G. Grass, W. Hildesheimer und T. Bernhard mit Elementen des absurden Theaters.

Auch: absurdes Drama