Affen

Unterordnung der Primaten mit zahlreichen Arten in der Alten und Neuen Welt; ausgesprochene Baumtiere, nur wenige Arten sind Steppen- und Felsbewohner. Die meisten Affen leben mit vielfältig ausgeprägtem Sozialverhalten gesellig in größeren, arttypischen Gruppen: Einehen mit den noch nicht ausgewachsenen Jungtieren (Gibbons) und Gruppen mit einem (Paviane, Gorillas) oder mehreren Männchen (Rhesusaffen) . Die Rangordnung ist meist fest. Affen erkennen sich individuell. Die überwiegend pflanzliche Nahrung besteht aus Früchten, Samen, Blättern u. a. Pflanzenteilen, aber auch Würmern, Insekten, Eiern und kleineren Wirbeltieren.

Zu den oft hoch entwickelten geistigen Leistungen gehören neben dem Werkzeuggebrauch das Lösen von schwierigen Aufgaben durch einsichtiges Verhalten. Es gibt auch viele psychische Gemeinsamkeiten mit dem Menschen wie emotionale Ausdrucksformen über Mimik, Gestik und Verhalten oder Vorlieben für rhythmische Bewegungen (Tanz) und Laute (Musik). In Behaarung, Knochenbau, Blutgruppen, Gehirn und Nervensystem zeigen sich zahlreiche gemeinsame körperliche Merkmale. Hände und Füße sind meist zum Zugreifen geeignet, oft mit gegenüberstellbaren (opponierbaren) Daumen oder Großzehen. Viele Arten können sich zumindest zeitweise aufrecht bewegen. Die gemeinsame Wurzel der Vorfahren von Affen und Menschen wird heute allgemein anerkannt.

Man unterscheidet die Breitnasenaffen oder Neuweltaffen (Platyrrhini) und die Schmalnasenaffen oder Altweltaffen (Catarrhini). Die Breitnasen beschränken sich auf den amerikanischen Kontinent, die Schmalnasen auf die Alte Welt (Parallelentwicklung) ohne Australien. 3 Familien bilden die Neuweltaffen: Kapuzinerartige , Springtamarine und Krallenaffen . Zu den Altweltaffen zählen neben den Meerkatzenverwandten die Menschenartigen mit den 3 Familien Gibbons oder Kleine Menschenaffen , Große Menschenaffen und Menschen .

Auch: Simiae