Bauernlegen

die Einziehung unbebauter gutsherrlicher Bauernstellen (Wüstungen) zur Nutzung als Gutsland bzw. der Aufkauf freier Bauernhöfe, oft unter Druck, zu gleichem Zweck, vor allem infolge der Landabgabe bei der Bauernbefreiung in England seit dem 15. Jahrhundert, in Mecklenburg und Vorpommern im 16. und 17. Jahrhundert. In Preußen erschwerte die Bauernschutzpolitik des 18. Jahrhunderts eine solche Entwicklung. Die Reformgesetzgebung des 19. Jahrhunderts stellte die Veränderungen im Grundbesitz unter die Prinzipien der liberalen Wirtschaft.