Blatt
neben Stängel und Wurzel das Hauptorgan der höheren Pflanzen ( Kormophyten ), das der Assimilation, dem Gaswechsel und der Transpiration dient. Die ersten Blätter der jungen Pflanze sind die Keimblätter ; auf diese folgen entweder farblose oder grüne Schuppen ( Niederblätter ) oder sofort die Laubblätter; zur Blütenregion hin können besondere Deckblätter für Blüten oder Blütenstände (Hochblätter) folgen. Das typische Laubblatt gliedert sich in die dünne, flächige, grüne Blattspreite (Lamina) , den Blattstiel und den Blattgrund, der als stängelumgreifende Blattscheide ausgebildet sein kann oder Nebenblätter trägt.
The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Blatt: Ränder, Teilung, Stellung Blatt: Ränder, Teilung, Stellung © wissenmedia Nach der Blattaufteilung unterscheidet man ungeteilte, geteilte (fieder- und fingerspaltige) und aus Teilblättern zusammengesetzte Blätter. Nach der Randbeschaffenheit unterscheidet man ganzrandige, gekerbte, gezähnte, gesägte, doppelt gesägte und gelappte Blätter; The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Blatt: Formen Blatt: Formen © wissenmedia nach dem Umriss unterscheidet man nadel-, lanzett-, herzförmige u. a. Blätter. Die Blattstellung ist wechselständig, wenn an jedem Knoten nur ein Blatt steht, gegenständig bzw. kreuzweise gegenständig, wenn an einem Knoten sich 2 Blätter gegenüberstehen, quirlständig, wenn mehr als 2 Blätter einem Knoten entspringen. Lässt sich durch das Blatt nur eine Symmetrieebene legen, nennt man es dorsiventral .
Laubblätter werden auf beiden Seiten von einer meist einschichtigen Zellhaut ( Epidermis ) umschlossen, die auf der Blattoberseite von einem dünnen Häutchen ( Kutikula ) bedeckt ist. Das Blattinnengewebe ( Mesophyll ) wird von zwei asymmetrisch aufgebauten Zellschichten gebildet, in denen die Photosynthese stattfindet. In der oberen Blattschicht befindet sich das aus säulenförmigen Zellen zusammengesetzte Palisadenparenchym, welches 80% der Chloroplasten ( Plastiden ) enthält sowie Zellzwischenräume ( Interzellularen ) zur Durchlüftung des Gewebes. Darunter liegt das aus unregelmäßig geformten Zellen aufgebaute Schwammparenchym mit großen Interzellularen, die über Poren ( Spaltöffnungen ) auf der Blattunterseite mit der Außenluft in Verbindung stehen. Zwischen dem Palisaden- und dem Schwammparenchym verlaufen die Blattadern ( Leitbündel ), die der Verteilung von Wasser und Nährsalzen und dem Abtransport der gebildeten Photosyntheseprodukte ( Kohlenhydrate ) dienen.
Bei den meisten Holzgewächsen haben die Blätter eine begrenzte Lebensdauer. Sie fallen am Ende der Vegetationsperiode ab (Blattfall) und hinterlassen Blattnarben.