Bodensanierung
Beseitigung oder zumindest Milderung von Bodenbelastungen, um die Schadstoffaufnahme durch Tiere und Kulturpflanzen sowie die Grundwasserkontamination zu verhindern. Der Boden soll am Standort wieder seiner ökologischen Bedeutung zugeführt werden. Bei der physikalischen Bodenbelastung werden Schadstoffe, wie Salze, durch Wasser ausgewaschen, flüchtige Stoffe abgesaugt, die Schadstoffkonzentrationen durch Mischung mit nicht belastetem Boden verdünnt, oder der Boden wird abgetragen (Substratsanierung) und andernorts, z. B. durch Verbrennung, gereinigt. Ziel der chemischen Bodensanierung ist die Immobilisierung der Schadstoffe durch bodeneigene Fällungsmittel, z. B. Phosphat für Bleiionen, und durch adsorbierende Stoffe, z. B. Humus. In der biologischen Bodensanierung werden Mikroorganismen eingesetzt, die organische Belastungsstoffe, wie z. B. Öl, für ihren eigenen Energiestoffwechsel nutzen und abbauen. Bei der Bodenentseuchung (Bodendesinfektion) werden pflanzliche oder tierische Schädlinge mit Wasserdampf oder Pestiziden bekämpft ( Bodenbelastung ).