Böhmerwald

tschechisch Š umava , die südwestliche Umwallung des Böhmischen Beckens, im engeren Sinne nur deren mittlerer Abschnitt zwischen der Cham-Further Senke und dem Kerschbaumer Sattel; der deutsche Anteil am Böhmerwald wird auch als Hinterer Bayerischer Wald bezeichnet; ein 1300 – 1400 m hohes 250 km langes, gegliedertes Rumpfgebirge mit rauem Klima, im Großen Arber 1456 m hoch, von ausgedehnten Fichtenwäldern (in Schutzgebieten z. T. Urwälder) und großen Mooren („Filzen“) bedeckt, in den Hochlagen Knieholzbestände und Matten; kleine Kare als Spuren der Eiszeit. Die Förderung von Blei und Eisen wurde eingestellt; heute nur noch Abbau von Graphit und Quarz (Glasindustrie); daneben Holz- und Textilindustrie; Tourismus.