Börsenaufsicht

die der jeweiligen obersten Landesbehörde obliegende Aufsicht über die Börsen nach dem Börsengesetz vom 21. 6. 2002 und der Börsenzulassungsverordnung vom 9. 9. 1998. In der Zuständigkeit der Börsenaufsichtsbehörden, die Institutionen der Bundesländer sind, liegt die Genehmigung zur Errichtung von Börsen, die Aufhebung von Börsen sowie die Börsenaufsicht. Die Aufsichtsbefugnisse erstrecken sich zum einen auf die Rechtsaufsicht, die eine Überprüfung der Selbstverwaltungstätigkeit der Börsen auf Gesetz- und Rechtmäßigkeit umfasst. Zum andern überwacht die Behörde unmittelbar vor Ort das Handelsgeschehen, d. h. die Börsenteilnehmer sowie die elektronischen Handels- und Abwicklungssysteme. Die Börsenaufsicht kann Auskünfte verlangen und Ermittlungen anstellen, sie kann außerdem an Beratungen der Börsenorgane teilnehmen. Diese sind ihrerseits verpflichtet, die Börsenaufsicht in der Erfüllung ihrer Aufgabe zu unterstützen.