Breslau
Hauptstadt der polnischen Wojewodschaft Dolno ś l ą skie, in der fruchtbaren mittelschlesischen Ebene beiderseits der Oder, an der Mündung der Ohle; 640 000 Einwohner; wissenschaftliches und kulturelles Zentrum; zahlreiche Forschungsinstitute und Hochschulen, u. a.: Universität (gegründet 1702), technische, medizinische und landwirtschaftliche Hochschule, Musikhochschule; Erzbischofssitz, Theater, Oper, Museen, Nationalbibliothek; mittelalterliche und barocke Bauten 1945 größtenteils zerstört und zu einem erheblichen Teil wieder aufgebaut; Dom (1244 – 1419; 1951 historisch getreu neu errichtet), Rathaus (14./15. Jahrhundert), Sandkirche (1369), Oderinseln mit restaurierten Kirchenbauten; wichtiger Industriestandort: Maschinen- und Fahrzeugbau, Metall- und Lebensmittelindustrie, Elektronik (einschließlich Computerbau); Verkehrsknotenpunkt, Flughafen.
Burganlage des böhmischen Herzogs Wratislaw I. ( † 921), seit 1163 Sitz von Piastenherzögen; erhielt 1261 deutsches Stadtrecht, 1355 zu Böhmen (1526 habsburgisch), Hansestadt; kam im Breslauer Frieden (1742) an Preußen; 1813 Ausgangspunkt der Erhebungen der Befreiungskriege; im 2. Weltkrieg zur Festung erklärt, fiel nach schweren Kämpfen, zu 70% zerstört, als letzte deutsche Festung am 7. 5. 1945.
Auch: polnisch Wroc ł aw