Chile

Nach dem 1. Weltkriegs verschlechterten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es setzte eine politische Radikalisierung ein. Präsident Arturo Alessandri (1920 – 1925, 1932 – 1938) gelang es in den 1930er Jahren, die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu überwinden. Im 2. Weltkrieg blieb Chile neutral.

In den 1960er Jahren führte die christdemokratische Regierung unter Präsident Eduardo Frei tief greifende soziale und wirtschaftliche Reformen durch. Die gesellschaftliche Polarisierung zwischen Konservativen und Linken spitzte sich 1970 nach der Wahl des Sozialisten Salvador Allende zum Präsidenten weiter zu. Er verstaatlichte alle Schlüsselindustrien sowie den Finanzsektor und setzte die von Frei eingeleiteten Agrarreformen fort. 1973 wurde Allende von der Armeeführung gestürzt und kam unter ungeklärten Umständen ums Leben.