China

Nach dem Sturz der Mongolenherrschaft kam die Ming-Dynastie (1368 – 1644) auf den Thron. Der 3. Ming-Kaiser, Yongle , erneuerte die Chinesische Mauer zum Schutz der Nordgrenze. Im 16. Jahrhundert begann mit dem Eintreffen portugiesischer Kaufleute der europäische Einfluss auf China. Im 17. Jahrhundert eroberten die Mandschu, die sich im Nordosten Chinas ein Herrschaftsgebiet geschaffen hatten, das ganze Reich und gründeten die Qing-Dynastie (1644 – 1911). Die mandschurischen Eroberer lebten abgesondert von den Chinesen, nahmen aber die überlegene chinesische Kultur an. Unter Kaiser Qianlong (1736 – 1796) erreichte China seine größte Ausdehnung; dann begann der Niedergang. China geriet zunehmend unter den Einfluss fremder Mächte. Im Opiumkrieg (1840 – 1842) wurde es gezwungen, Hongkong an Großbritannien abzutreten und wichtige Häfen dem europäischen Handel zu öffnen. Unter dem Einfluss westlicher Ideen entstanden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts reformerische und revolutionäre Bewegungen ( Taiping-Revolution 1850 – 1864). Nach dem 1. japanisch-chinesischen Krieg 1894/95 verlor China seinen Einfluss auf Korea und musste Taiwan an Japan abtreten. 1899 – 1901 veranlasste der fremdenfeindliche Boxeraufstand die europäischen Großmächte und Japan zum Eingreifen.