D ị sney
- Jahr
- 1964
- Land
- USA
- Regie
- Robert Stevenson
- Kamera
- Edward Colman
- Drehbuch
- Bill Walsh, Don DaGradi, nach den Büchern von Pamela L. Travers
- Schauspieler
- Julie Andrews, Dick van Dyke, Glynis Johns
- Auszeichnungen
- Oscars 1965 für Hauptdarstellerin (Julie Andrews), Schnitt, Musik, Filmlied, Spezialeffekte
- Original-Titel
- MARY POPPINS
- Deutscher Titel
- Mary Poppins
Walt (Walter Elias), US-amerikanischer Zeichentrickfilmregisseur, -autor und -produzent, * 5. 12. 1901 Chicago, † 15. 12. 1966 Burbank; erfand 1928 die Trickfilm-Figur Mickey Mouse, der Donald Duck und weitere Figuren des im gleichen Jahr gegründeten Disney-Universums folgten; stellte ab 1932 auch Farbfilme her. 1955 Einrichtung des Vergnügungsparks Disneyland in Anaheim bei Los Angeles (USA); weltbekannte Zeichenfilme: „Micky Maus“ 1928; „Donald Duck“ 1937; Deutscher Titel: Schneewittchen und die 7 Zwerge Original-Titel: SNOW-WHITE AND THE SEVEN DWARFS Land: USA Jahr: 1937 Regie: Walt Disney Drehbuch: Ted Sears, Otto Englander, Earl Hurd, Dorothy Ann Blank, Richard Creedon, Dick Richard, Merrill de Maris, Webb Smith Nach dem Märchen der Gebrüder Wilhelm und Jacob Grimm entsteht der erste abendfüllende Zeichentrickfilm von Walt Disney: »Schneewittchen und die 7 Zwerge«. Der Aufwand übersteigt alles auf dem Sektor des Animationsfilms bisher Dagewesene: Die Arbeit dauert drei Jahre statt der geschätzten 18 Monate, die Kosten wachsen um das Sechsfache von 250 000 auf 1,5 Mio. Dollar. 570 Zeichner fertigen nach genauen Vorgaben über 1 Mio. Einzelbilder an. Einzelne Passagen – wie z.B. der im Film nur eine Minute lange Heimweg der sieben Zwerge – beschäftigt fünf Zeichner ein halbes Jahr lang. Der hohe Aufwand entsteht dadurch, dass jedem Zwerg spezifische Bewegungen zugewiesen werden, damit der Zuschauer nicht »Sleedy« (der mit dem längsten Bart) mit »Grumpey« (mager, strähniger Bart) verwechselt. Die Zwerge haben auch ihre eigenen Charaktere: Der eine ist tollpatschig, der andere schlafmützig, der Dritte klug usw. Die niedlichen Tierzeichnungen und die opulente Bildkomposition werden in ihrer Wirkung verstärkt durch viele muntere Songs. In »Schneewittchen« gehen all jene Erfahrungen ein, die Disney seit 1928 bei seinen maximal sieben Minuten dauernden Kurzfilmen gemacht hatte. Als Problem erweist sich die Länge des Films: Zwei lange Sequenzen werden aus dem fast fertigen Werk herausgeschnitten. Der Kassenschlager »Schneewittchen« spielt weltweit über 8 Mio. Dollar ein. Die Fachzeitschrift »Variety« nennt als Ursache für den Erfolg: »Es ist niemals zuvor irgendetwas Ähnliches in den Kinos gewesen wie Disney`s Snow White and the Seven Dwarfs` … Die Illusion ist so perfekt, die Liebesromanze so zärtlich und die Fantasie so emotionell, wenn das Handeln der Figuren eine Tiefe erreicht, die der Innigkeit menschlicher Darsteller gleichkommt. Der Film hat wirkliche Größe.« „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ 1937; „Bambi“ 1942 u. a.; Dokumentar- und Spielfilme: „Die Wüste lebt“ 1953; „Wunder der Prärie“ 1954; „20 000 Meilen unter dem Meer“ 1954; „Mary Poppins“ 1964 u. a.