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Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts besitzt das Drama keine verbindlichen Formmuster mehr. Während traditionelle Dramenformen teilweise wiederbelebt wurden (H. v. Hofmannsthal ), verzichtet das naturalistische Milieudrama (H. Ibsen , A. Tschechow, G. Hauptmann ) auf den dramatischen Spannungsbogen und zeigt das Geschehen in genauer Entsprechung zur Realität. Das expressionistische Drama (G. Kaiser, E. Toller ) löst die Handlung in einer ekstatischen Überfülle an Bildern auf. Im Drama des epischen Theaters (B. Brecht ) wird das Spiel durch Verfremdungseffekte kommentiert, während das absurde Drama (S. Beckett, H. Pinter ) besonders in der Sprache den völligen Bruch mit der Tradition sucht. Das Dokumentartheater (H. Kipphardt, P. Weiss, T. Dorst ) durchbricht durch Verwendung von faktischem Material die poetische Fiktion.