Drüsen
Drüsen des Menschen Drüsen: Exokrine Drüsen des menschlichen Körpers Drüse Lage, Mündung Sekret Aufgabe Afterdrüsen Haarbälge rund um den After Schweiß, Duftstoffe befeuchten den After, sorgen für Individualduft Bartholin-Drüsen seitlich des Scheideneingangs der Frau Schleim befeuchten den Scheidenvorhof Bronchien-, Lungendrüsen Bronchien, Lungenäste Schleim halten Bronchien und Lungen feucht, fangen Fremdkörper auf Brunner-Drüsen zwischen den Zwölffingerdarm-Zotten alkalischer Schleim machen den Nahrungsbrei gleitfähig Cowper-Drüsen Harnröhre des Mannes alkalisches Sekret machen den Penis gleitfähig Darmdrüsen Dünndarmzotten, Lumen des Dick- und Mastdarms Darmsaft, Verdauungsenzyme halten den Nahrungsbrei flüssig, schließen die Nahrung auf Gebärmutterdrüsen Gebärmutterschleimhaut Schleim halten die Gebärmutter feucht Harnröhrendrüsen unterer Teil der Harnröhre Schleim schützen die Harnröhre vor Urin, Sperma Krause-Drüsen Bindehaut des Auges Schleim halten Augen und Lider gleitfähig Leber rechter Oberbauch Galle emulgiert die Fette im Speisebrei, scheidet Schadstoffe aus Magendrüsen Fundus- und Korpusschleimhaut des Magens Magensaft: Enzyme (aus Hauptzellen), Salzsäure, Schleim beginnen mit dem Aufschluss der Nahrung, bereiten den Nahrungsbrei Milchdrüsen Brust der Frau Milch versorgen den Säugling mit Nähr- und Abwehrstoffen Nasendrüsen Nasenschleimhaut Flüssigkeit, Schleim halten die Nase feucht Ohrenschmalzdrüsen Haut des äußeren Gehörgangs fettige Absonderung schützen das Trommelfell gegen Fremdkörper Pankreas (Bauchspeicheldrüse) quer im Oberbauch hinter dem Magen alkalischer Verdauungssaft, Enzyme schließt die Nahrung zur Eiweiß-, Fett und Kohlenhydratverdauung auf Prostata (Vorsteherdrüse) umgibt die Basis der männlichen Harnröhre milchiges, dünnflüssiges Sekret verdünnt das Sperma, verleiht den Samenzellen die Beweglichkeit Schweiß-, Duftdrüsen Hautoberfläche Schweiß (Wasser, Kochsalz, flüchtige Fette, Harnstoff u. a.) regulieren die Körpertemperatur, verleihen individuellen Duft Speicheldrüsen paarige Ohr-, Unterzungen-, Unterkieferspeicheldrüsen; Mundhöhlenschleimhaut Verdünnungsspeichel, Gleitspeichel, Schleim, Enzym (Amylase) benetzen die Mundhöhle, durchfeuchten die Nahrung, setzen die Kohlenhydratverdauung in Gang Tränendrüsen oberhalb des äußeren Lidwinkels des Auges im Stirnbein Tränenflüssigkeit halten Auge und Lider feucht Vorhautdrüsen Vorhaut, Penishals, Eichel Talg, Fette bilden unter Verfettung ihrer Zellen das Smegma Wimperndrüsen tief im Rand des Augenlids Schweiß halten Haarbälge der Wimpern elastisch Zervixdrüsen Halskanal der Gebärmutter glasiger Schleim befeuchten die Scheide, schützen die Gebärmutter vor Infektion aus spezifischem Drüsengewebe aufgebaute Organe, die bestimmte Flüssigkeiten (z. B. Milch, Harn, Schweiß, Salzsäure, Verdauungsenzyme, Hormone) oder auch feste Harnkristalle, Talg, Schleim oder Gase (Duftstoffe, Sauerstoff) absondern. Drüsen sind einzellig – z. B. die Nesselzellen bei Nesseltieren – oder vielzellig. Bei den vielzelligen Drüsen unterscheidet man schlauchförmige (tubulöse) Drüsen ( einfache oder verästelte Drüsenschläuche ), z. B. Leber , Niere , Schweißdrüsen beim Menschen, und traubige (azinöse, alveoläre) Drüsen , die am blinden Ende ihres Drüsenschlauches traubig erweitert sind und dort die sekretorischen Zellen enthalten, z. B. die Speicheldrüsen von Gliedertieren, Weichtieren und Wirbeltieren.
Nach ihrer Lage unterscheidet man epitheliale Drüsen , die in der Haut oder in der Darmwand liegen, exoepitheliale Drüsen außerhalb des Epithels im Bindegewebe und subepitheliale Drüsen , vielzellige Drüsen, die durch Hauteinstülpungen unter die Oberfläche verlegt sind. Nach der Art ihrer Ausscheidung unterscheidet man exokrine Drüsen (Drüsen äußerer Sekretion) und endokrine Drüsen (Drüsen innerer Sekretion). Exokrine Drüsen geben ihre Ausscheidungen – Sekrete (wenn sie dem Körper noch dienlich sind), z. B. Verdauungsenzyme, oder Exkrete (Abfallstoffe), z. B. Harn, Schweiß – meist mit einem Ausführgang, manchmal auch ohne (z.B. Schleimzellen in Magen und Darm), auf die Hautoberfläche oder in den Darmkanal ab. Endokrine Drüsen geben ihre Ausscheidungen (Inkrete: Hormone) direkt ins Blut ab.
Unechte Drüsen sind die Lymphknoten des Lymphsystems, die u. a. als Blutfilter und Bluterneuerungsstätte wirken. Eine Drüse sowohl exokriner als auch endokriner Funktion ist die Bauchspeicheldrüse (Pankreas).
Auch: lateinisch Glandulae