Eigenschaft

jedes angeborene und/oder erworbene, stabile und situationsunabhängige psychische Merkmal eines Individuums. Die Eigenschaft galt in der Charakterologie als wesenhaftes Merkmal des Charakters. Die Eigenschaftstheoretiker der Persönlichkeitspsychologie (R. B. Cattell , H. J. Eysenck ) betrachten die Eigenschaft als Bereitschaft ( Disposition ) eines Organismus, sich in verschiedenen Situationen für den Organismus statistisch vorhersagbar zu verhalten. Die psychoanalytische Theorie bezieht Persönlichkeitseigenschaften auf die jeweilige individuelle Ausprägung der persönlichen Entwicklungsgeschichte und ihrer Phasen; so wird z. B. die Neigung zu Geiz und Pedanterie aus den Konflikten der analen Phase heraus gedeutet.