Eklektiz ị smus

ursprünglich philosophisches Verfahren (besonders des Platonismus und der Stoa), einzelnes Gedankengut aus unterschiedlichen philosophischen Richtungen oder Schulen aufzugreifen und zu einer eigenen Theorie zu verbinden. In der Kunst bezeichnet Eklektizismus meist abwertend den selektiven Rückgriff auf bereits dagewesene Stil- und Ausdrucksformen, z. B. im Historismus des 19. Jahrhunderts. Eine positive Umwertung des Begriffs erfolgte durch die Postmoderne, die den eklektischen (zitierenden) Umgang mit Stilen zum eigenen bestimmenden Merkmal erhob.