Entideologis i e rung
die von mehreren Wissenschaftstheoretikern (besonders in den 1950er und frühen 1960er Jahren) behauptete Tendenz, dass Ideologien ihre Bedeutung für die Legitimation politischen bzw. allgemeinen gesellschaftlichen Handelns mehr und mehr verlören. Durch Entideologisierung ist vor allem eine stark technokratisch ausgerichtete Politik gekennzeichnet, die sich an Sachzwängen zu orientieren scheint. Von marxistischer Seite wird Entideologisierung selbst als eine Ideologie zur Verschleierung gesellschaftlicher Widersprüche bezeichnet.