Erdbeben
The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Erdbebengebiete und Vulkane Erdbebengebiete und Vulkane © wissenmedia Erdbeben seit 1900 (Auswahl) Die stärksten Erdbeben seit 1900 (Auswahl) Jahr Ort Tote 1905 Kangra (Indien) 20 000 1906 San Francisco 1 000 1908 Messina und Kalabrien (Italien) 110 000 1915 Avezzano (Mittelitalien) 30 000 1920 Gansu (China) 180 000 1923 Tokyo, Yokohama (Japan) 145 000 1927 Nanshan (China) 200 000 1932 Gansu (China) 70 000 1935 Quetta (Pakistan) 50 000 1939 Chillan (Chile) 30 000 1939 Erzincan (Türkei) 45 000 1950 Assam (Indien) 25 000 1960 Valdivia (Südchile) 5 700 1960 China 10 000 1960 Agadir (Marokko) 12 000 1962 Nordwestl. Iran 10 000 1963 Skopje (Makedonien) 1 000 1966 Anatolien (Türkei) 3 000 1968 Östlicher Iran 10 500 1970 Peru 70 000 1972 Südiran 5 000 1972 Managua (Nicaragua) 11 000 1975 Lice (Türkei) 3 000 1976 Guatemala 22 500 1976 Papua (Indonesien) 9 000 1976 Tangshan (China) 250 000 1976 Mindanao (Philippinen) 3 000 1977 Van (Türkei) 5 300 1977 Rumänien 1 570 1978 Tabas (Iran) 25 000 1980 Asnam (Algerien) 45 000 1980 Süditalien 3 000 1982 Nordjemen 2 000 1983 Erzurum (Türkei) 1 300 1985 Mexico 10 000 1988 Kumajri (Armenien) 24 000 1989 San Francisco 60 1990 Nordwestiran 50 000 1990 Luzon (Philippinen) 1 660 1992 Erzincan (Osttürkei) 1 000 1992 Flores (Indonesien) 3 000 1993 Maharashtra (Indien) 10 000 1995 Kobe (Japan) 5 000 1995 Sachalin (Russland) 2 000 1997 Grenzgebiet Iran u. Pakistan 1 000 1998 Afghanistan 9 000 1998 Kolumbien 1 000 1999 Izmit (Türkei) 17 000 1999 Wufun (Taiwan) 2 400 2001 Gujarat (Indien) 25 000 2002 Afghanistan 1 800 2003 Bam (Iran) 35 000 2004 Ind. Ozean (Indonesien, Thailand, Sri Lanka, Indien, Malediven) 250 000 2005 Kaschmir (Pakistan) 75 000 2006 Java (Indonesien) 5000 2008 Sichuan (China) 85 000 2010 Port-au-Prince (Haiti) über 250 000 2011 Honshu (Japan) über 15 000 The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © Corbis/Bettmann San Francisco: Erdbeben Erdbeben in San Francisco Das große Erdbeben von 1906 zerstörte weite Teile von San Francisco. Die meisten Gebäude, die den Erschütterungen standhielten, fielen den darauf folgenden Großbränden zum Opfer. © Corbis/Bettmann natürliche, großräumige Erschütterungen der Erdoberfläche mit tiefem Ausgangspunkt (Hypozentrum) . Man kennt Erdbeben durch Einsturz von Hohlräumen (meist lokale Einsturzbeben) und durch Vulkanismus (Ausbruchsbeben) , vor allem aber tektonische Beben (Dislokationsbeben) durch Faltungsvorgänge in der Erdkruste und durch Verschiebungen großer Bruchschollen der Erdkruste. Erdbeben entstehen, wenn plötzlicher Spannungsausgleich Energie in Form seismischer Wellen ( Erdbebenwellen ) freisetzt. Die Wellen breiten sich in alle Richtungen aus und können an der Erdoberfläche katastrophale Schäden anrichten. Ein Erdbeben wird am stärksten empfunden im Epizentrum (senkrecht über dem Hypozentrum). Nach der Entfernung vom Erdbebenherd unterscheidet man Orts-, Nah- und Fernbeben. Nebenwirkungen großer Erdbeben sind Spaltenbildung, Gas-, Wasser- und Schlammausbrüche, Bergstürze und Flutwellen (Tsunamis, bei Seebeben, deren Herd unter dem Meer liegt).
Besonders häufig treten Erdbeben entlang der Plattengrenzen auf. Betroffen sind hier vor allem Scherflächen zwischen der kontinentalen überschiebenden und der untertauchenden (subduzierten) Lithosphärenplatte (z. B. das Untertauchen der Pazifischen Platte unter die Eurasische Platte am japanischen Inselbogen) sowie der Bereich zwischen zwei aneinander vorbei gleitenden Platten (wie z. B. an der San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien). Ebenso können abreißende Platten Beben verursachen. Ausgeprägte Erdbebenzonen sind die Ränder des Pazifischen Ozeans, die Zone junger Faltengebirge von Indonesien über den Himalaya bis in den Mittelmeerraum und das System der ozeanischen Rücken (Riftzonen). In Deutschland treten Erdbeben vor allem im Gebiet der Schwäbischen Alb, im gesamten Rheintal bis in die Kölner Bucht und in der Hessischen Senke auf. Jährlich werden weltweit rund 150 000 Erdbeben registriert, davon circa 20 Großbeben.
Die Erdbebenforschung (Seismologie) wird in Erdbebenwarten mit Hilfe von Seismographen betrieben. Die Erdbebenstärke wird nach der Mercalliskala (Intensität und Auswirkungen; heute Medwedew-Sponheur-Karnik-Skala, abgekürzt MSK-Skala) oder der Richterskala (freigesetzte Energie) beschrieben.