Finnland
Die innerrussischen Wirren im Revolutionsjahr 1917 nutzte Finnland, um seine Unabhängigkeit zu verwirklichen. Im daraufhin ausbrechenden Bürgerkrieg konnten sich die bürgerlichen „weißen Garden“ gegen die kommunistischen „roten Garden“ durchsetzen. 1919 wurde Finnland Republik und Kaarlo Juho Ståhlberg ihr erster Präsident. Da die Bedrohung durch Moskau bestehen blieb, erzwang 1930 der Bauernmarsch ( Lappobewegung ) nach Helsinki die Ausschaltung der Kommunisten aus dem innenpolitischen Leben. 1939 provozierte die Sowjetunion einen Krieg; Finnland unterlag und musste u. a. die Karelische Landenge und die Küsten des Ladogasees abtreten. 1941 – 1944 kämpfte Finnland auf deutscher Seite gegen die Sowjets, schloss jedoch 1944 mit diesen einen Waffenstillstand, wodurch Finnlands Selbständigkeit bewahrt werden konnte. Durch den Pariser Friedensvertrag 1947 erkannte Finnland die Gebietsverluste an die UdSSR an.